NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Fairtrade-Messe startet in Berlin

Berlin - In Berlin ist am Freitag die „Faire Woche“ eröffnet worden. Bis 27. September wollen Weltläden, Supermärkte, Schulen, Gastwirte, Städte, Kirchen und Umweltgruppen für Kaffee und andere Erzeugnisse aus fairem Handel werben. Die Verbraucher in Deutschland kauften im vergangenen Jahr faire Produkte im Rekordwert von 650 Millionen Euro, wie Robin Roth vom Vorstand des Forums Fairer Handel erklärte. Das entspricht einer Steigerung um 35 Prozent. Wichtigstes Produkt aus fairer Herstellung bleibt der Kaffee. Er macht über 40 Prozent des Gesamtabsatzes deutscher Fair-Handels-Importeure aus. Gemessen am gesamten deutschen Kaffeekonsum liegt der Anteil allerdings nur bei 2,3 Prozent. epd

JP Morgan will mehr Kontrolle

New York - Die in mehrere Prozesse verwickelte US-Großbank JP Morgan Chase will einem Medienbericht zufolge Milliarden in die Verbesserung der Risikokontrolle und Compliance (Regeltreue) investieren. 1,5 Milliarden Dollar würden in die bessere Verwaltung der Risiken und Erfüllung der Richtlinien gesteckt, meldete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag. Dafür werde das Personal in diesem Bereich um 30 Prozent aufgestockt. Zudem sei geplant, die Rücklagen für die Gerichtsstreitigkeiten um 2,5 Milliarden Dollar zu erhöhen. JP Morgan hatte Milliarden durch einen Londoner Händler in den Sand gesetzt. Der Mann mit dem Spitznamen „der Wal“ nahm hochriskante Wetten vor, die sich nicht auszahlten. Das schadete dem Ruf der Bank. rtr

EU droht Bangladesch

Hamburg - EU-Handelskommissar Karel de Gucht hat von der Regierung in Bangladesch eine stärkere Überwachung der Textilindustrie gefordert. „Die Regierung in Bangladesch muss dafür sorgen, dass die Textilfabriken regelmäßig kontrolliert werden und mittelfristig internationale Sicherheitsstandards einhalten“, sagte er „Zeit Online“. Komme Bangladesch dem nicht nach, werde die EU bestehende Abkommen kündigen, drohte der EU-Kommissar. Das Land müsste dann normale Einfuhrzölle auf exportierte Waren zahlen. Bislang ist Bangladesch davon befreit. AFP



Aktionär verklagt Solarworld

Düsseldorf - Gegen die Rettungspläne für den Solarworld-Konzern ist eine erste Klage eingereicht worden. Das Unternehmen sei darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass ein Aktionär vor dem Landgericht Köln gegen die Pläne vorgehe, sagte eine Solarworld-Sprecherin am Freitag. Die Klage liege Solarworld aber noch nicht vor. Sie könnte aufschiebende Wirkung für die Sanierungspläne haben. Die Anteilseigner hatten im August dem Restrukturierungskonzept zugestimmt, das ihnen den Verzicht auf den größten Teil ihrer Aktienpakete abverlangt. rtr



Bastei-Lübbe geht an die Börse

Köln - Der Kölner Verlag Bastei Lübbe, berühmt geworden durch die „Jerry-Cotton“-Heftchen, hat am Freitag Einzelheiten seines am 8. Oktober geplanten Börsengangs bekannt gegeben. Danach soll die Preisspanne der angebotenen Aktien zwischen neun und elf Euro liegen. Durch das Angebot von 5,3 Millionen Aktien sollen so bis zu 58,3 Millionen Euro eingenommen werden. Die Verlegerfamilie werde dem Unternehmen auch weiterhin als stabiler Hauptaktionär treu bleiben: Verleger Stefan Lübbe wolle etwa 60 Prozent der Aktien behalten.dpa

]

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben