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Weniger Beschäftigte in Euro-Zone

Brüssel - Trotz der Konjunkturerholung sinkt die Zahl der Beschäftigten in der Euro-Zone weiter. Sie fiel im zweiten Quartal um 0,1 Prozent auf 145 Millionen, teilte die Statistikbehörde Eurostat mit. In den beiden Vorquartalen war der Rückgang mit 0,4 und 0,3 Prozent aber noch deutlicher ausgefallen. Die Kluft zwischen den 17 Euro-Ländern ist groß: Staaten wie Deutschland und Portugal bauten Beschäftigung auf, während sie in Zypern, Spanien und den Niederlanden besonders stark zurückging. rtr

Gründergeist auf dem Rückzug

Wiesbaden - In Deutschland gehen immer weniger neue Betriebe an den Start. Im ersten Halbjahr wurden rund 67 000 Betriebe gegründet, die entweder Angestellte haben oder im Handelsregister eingetragen wurden, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Das waren 5,1 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012. Die Gründerstimmung in Deutschland ist seit Jahren auf dem Rückzug. Nur im Krisenjahr 2009 wagten vorübergehend mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. „In allen anderen Jahren geht es seit 2006 bergab“, sagte eine Statistikerin. Im ersten Halbjahr 2006 seien noch 86 000 größere Betriebe gegründet worden. dpa

Siemens-Kontrolleure gegen Cromme München - Der Aufsichtsrat des Elektronikkonzerns Siemens sucht laut einem Zeitungsbericht nach einem Nachfolger für Chefaufseher Gerhard Cromme. Obwohl dessen Amtszeit erst 2017 endet, sehen sich einzelne Kontrolleure nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ bereits nach einem neuen Aufsichtsratschef für Siemens um. Demnach machen sie Cromme für die Turbulenzen um den Ausstieg von Vorstandschef Peter Löscher verantwortlich, der jüngst durch Finanzchef Joe Kaeser ersetzt wurde. Erst diese Woche hatte zudem Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann angekündigt, den Aufsichtsrat der Münchner verlassen zu wollen. dpa



Summers soll Fed-Chef werden

Tokio/Washington - Der frühere US-Finanzminister Lawrence Summers soll laut einem Zeitungsbericht aus Japan neuer Vorsitzender der US-Notenbank werden. US-Präsident Barack Obama werde den Havard-Ökonomen voraussichtlich bereits Ende nächster Woche als Nachfolger von Ben Bernanke nominieren, schreibt die japanische Tageszeitung „Nikkei“ unter Berufung auf Kreise. Die Amtszeit von Bernanke endet im Januar. Summers gilt als Vertrauter von Obama. Von Anfang 2009 bis Ende 2010 war der 58 Jahre alte Ökonom sein Wirtschaftsberater. Unter dem ehemaligen Präsidenten Bill Clinton war Summers Finanzminister. Ein breites Bündnis an Kritikern versucht jedoch mit Nachdruck, die Personalie zu stoppen. Mehr als 300 Ökonomen haben einen Brief unterzeichnet, in dem sie Obama drängen, Bernankes Stellvertreterin Janet Yellen zu nominieren. dpa

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