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Roaminggebühren bleiben



Brüssel - Die Abschaffung der Roamingkosten in der EU könnte sich um mehrere Jahre verzögern. Der Zeitplan für die Reform des gesamten Telekommunikations-Sektors und damit auch für die Anti-Roaming-Pläne trifft nach Angaben aus Brüsseler Diplomatenkreisen vom Mittwoch auf breite Skepsis. „Niemand war optimistisch“, verlautete mit Blick auf ein Treffen von Experten aus den 28 EU-Staaten, bei dem diese ihre Meinung zu den Plänen der EU-Kommission ausgetauscht hatten. Die Kommission will den Telekom-Sektor in Europa umkrempeln und dafür sorgen, dass die Landesgrenzen in Zukunft keine Rolle mehr spielen, dass es also zu einem echten Binnenmarkt kommt. AFP

Conti verlängert mit Degenhart

Hamburg - Der Autozulieferer Conti hat Vorstandschef Elmar Degenhart für fünf weitere Jahre an sich gebunden. Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag des 54-jährigen Managers bis August 2019. Seine jetzige Amtszeit wäre im August nächsten Jahres ausgelaufen. Degenhart war 2009 nach der Übernahmeschlacht zwischen Continental und Schaeffler von dem fränkischen Rivalen nach Hannover gekommen und dort zunächst mit Distanz empfangen worden. Inzwischen genießt der Ingenieur in der Belegschaft Anerkennung und gilt nicht mehr als Abgesandter des Großaktionärs. rtr

EU-Strombörsen sollen kooperieren

Brüssel - Die EU-Kommission will grenzenlosen Stromhandel an Europas Energiebörsen erleichtern. Dies soll mit einer elektronischen Plattform geschehen, wodurch der Stromfluss künftig durch ganz Europa gelenkt werden könnte. Entsprechende Pläne bestätigte eine Sprecherin der EU-Kommission am Mittwoch. Das Kalkül der Kommission: Durch europaweiten Handel könnten sich die Kosten für Ökostrom reduzieren. Denn bei starkem Wind oder praller Sonne verfällt der Preis für die grüne Energie, weil sich kaum Abnehmer finden. Ein größerer Handelsraum in der ganzen EU könnte das ändern. dpa

BGH zu Gebrauchtwagen-Garantie

Karlsruhe - Die Garantie für Gebrauchtwagen kann nicht mit einer Verpflichtung zu Wartungen oder Inspektionen des Autos nur in Vertragswerkstätten gekoppelt werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe entschieden (Az.: VIII ZR 206/12). Damit unterscheidet sich das Verfahren bei Gebrauchtwagen grundsätzlich von dem bei Neuwagen. Beim Verkauf eines neuen Autos bieten Hersteller meist eine Garantie an – oft an die Bedingung geknüpft, dass die Käufer regelmäßig Vertragswerkstätten aufsuchen. Dieses berechtigte Interesse, Vertragspartner zu unterstützen, gebe es im Handel mit Gebrauchtwagen aber nicht. Bei Gebrauchtwagenhändlern wird deshalb davon ausgegangen, dass sie die Garantieleistung mit verkaufen. dpa

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