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Erzieherberuf: Jedem Fünften droht ein Burnout



Wie eine Studie der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen ergab, fühlt sich rund jeder fünfte Erzieher in seinem Beruf extremem Stress ausgesetzt und läuft Gefahr, an einem Burnout zu erkranken. Im Detail sagte mehr als jeder vierte Erzieher, dass ihn die Arbeit oft überfordert und er sich Sorgen macht, den Arbeitsalltag nicht gut zu bewältigen. Fast jeder Dritte arbeitet über die normale Arbeitszeit hinaus, um die an ihn gestellten Aufgaben schaffen zu können. Mehr als 27 Prozent gab an, dass die Freude am Beruf teilweise bereits verloren gegangen ist. Für die Studie befragten die Forscher Ende 2012 rund 830 Erzieher. dpa

Karriereplanung: Für Männer sind Kinder wichtiger als der Erfolg

Laut einer repräsentativen Studie setzen 73 Prozent der Männer den Nachwuchs an erste Stelle. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact. Nur noch für jeden Zehnten hat der Job Priorität. Jeder zweite Vater gab außerdem an, nach Feierabend ganz für den Nachwuchs da zu sein. Und jeder Dritte tritt beruflich bewusst kürzer, solange die Kinder klein sind. Noch sind es allerdings mehr als doppelt so viele Frauen , die sich zu diesem Schritt entschließen – und damit bereit sind, berufliche Nachteile in Kauf zu nehmen. Für die Erhebung befragte Innofact im Auftrag des Unternehmens Eckes-Granini rund 2000 Väter und Mütter mit Kindern im Alter von null bis 17 Jahren. dpa



Gemeinsam besser: Teamarbeit ist ideal fürs voneinander Lernen

Wer in Teams arbeitet, leistet bessere Arbeit: Sie lösen Aufgaben nicht nur schneller als ein einzelner, die beteiligten Mitglieder lernen nebenbei auch voneinander und erhöhen so ihre intellektuelle Leistungsfähigkeit. Das zeigt eine Studie, die das Institut zur Zukunft der Arbeit in Bonn veröffentlicht hat. Über die Ergebnisse berichtet die Zeitschrift „Personal Quarterly“ (Ausgabe 4/2013). Für die Studie gaben die Forscher Probanden Aufgaben zum richtigen Umgang mit Wahrscheinlichkeiten sowie zum logischen Denken. Beide wurden entweder von einem zweiköpfigen Team oder von Einzelpersonen bearbeitet. Für die richtige Lösung gab es eine finanzielle Belohnung. Es zeigte sich, dass die Teams die Probleme besser lösten. dpa

Arbeitsmarkt: Altenpfleger werden händeringend gesucht

Es ist ein harter, aber sicherer Job: Altenpfleger. Schon jetzt herrscht ein großer Mangel, der demographische Wandel wird dies noch verstärken. „Wer seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich im Prinzip eine Stelle aussuchen“, sagt Thomas Kunczik vom Deutschen Bundesverband für Altenpflege. Das bestätigen auch Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. In den vergangenen zwölf Monaten kamen im Bundesdurchschnitt auf 100 offene Stellen nur 36 arbeitslos gemeldete Fachkräfte. Wer sich für eine Ausbildung zum Altenpfleger interessiert, braucht einen mittleren Bildungsabschluss oder eine gleichwertige Vorbildung. Das kann ein Hauptschulabschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung sein. Die schulische Ausbildung dauert drei Jahre. Bewerber sollten einfühlsam sein und sich klarmachen, dass das Thema Sterben in ihrem Beruf eine große Rolle spielt. Jugendliche machen deshalb am besten ein Praktikum, bevor sie die Ausbildung beginnen, rät Susanne Eikemeier von der Bundesagentur für Arbeit. So könnten sie sehen, ob sie mit dieser Situation zurechtkommen. dpa

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