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EU prüft Einstiegsvoraussetzungen

für bestimmte Berufe

Der Zugang zu reglementierten Berufen in der Europäischen Union soll auf den Prüfstand gestellt werden. „Die Bedingungen für den Zugang zu bestimmten Berufen können kompliziert, beschwerlich und oft von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat sehr unterschiedlich sein“, begründete EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier in Brüssel den Vorstoß. Zugangsbeschränkungen zu bestimmten Professionen hinderten Arbeitnehmer etwa daran, in anderen EU-Ländern auf Jobsuche zu gehen, sagte Barnier. Für die Ausübung von Berufen wie Architekt, Arzt, Elektrotechniker, Jurist, Lehrer oder Handwerker sind in Deutschland bestimmte Titel, Abschlüsse oder Qualifikationen notwendig, oder die Berufsbezeichnung ist geschützt. Innerhalb der EU gibt es laut der EU-Kommission 740 Kategorien regulierter Berufen. AFP

Ältere spielen eine wachsende Rolle im Arbeitsleben

Nach dem Ende der zahlreichen Möglichkeiten, vorzeitig in Rente zu gehen, werden Ältere im Berufsleben wieder stärker sichtbar. „Ältere nehmen immer stärker am Erwerbsleben teil“, bilanziert die Bundesagentur für Arbeit in einer Studie. Von 2002 bis 2012 sei der Anteil der Erwerbstätigen unter allen über 60-Jährigen dreimal so stark gestiegen wie bei den 15- bis 65-Jährigen, heißt es in der Untersuchung. Mit dem hohen Anteil Älterer in der Arbeitswelt nehme Deutschland inzwischen EU-weit eine Spitzenstellung ein – nur in Schweden gingen mehr Ältere noch einem Job nach. dpa

Experten kritisieren schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Arbeitsmarktforscher und Juristen fordern Reformen im Arbeits- und Sozialrecht zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Bisher berücksichtige etwa das Pflegezeitgesetz den „realen Alltag von pflegenden Angehörigen“ unzureichend, kritisierte die gewerkschaftsnahe Hans Böckler Stiftung in Düsseldorf in einer jüngst vorgestellten Studie. Bei der Pflege von Angehörigen biete zwar das Pflegezeitgesetz Beschäftigten die Möglichkeit, bis zu sechs Monate beruflich kürzer zu treten oder auszusetzen. Aber dieser Anspruch gelte nur für Mitarbeiter größerer Betriebe. Zudem müssten die Ausfallzeiten von den Beschäftigten selbst finanziert werden. epd

Powernap in der Mittagspause

soll maximal 30 Minuten dauern

Ein kurzes Nickerchen in der Mittagspause ist nicht nur gesund, es steigert auch die Leistungsfähigkeit. Darauf weist der Schlafforscher Jürgen Zulley von der Universität Regensburg hin. Wer regelmäßig kurz Mittagsschlaf hält, senke das persönliche Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen. Doch länger als 30 Minuten sollte der Kurzschlaf nicht dauern. dpa

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