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Daimler: Standards für Werkverträge

Stuttgart - Der Autohersteller Daimler hat soziale Mindestanforderungen für die Vergabe von Werkverträgen festgelegt. Laut den Grundsätzen sollen die von Daimler beauftragten Firmen sich zum Beispiel an die Lohnuntergrenzen in dem jeweils für ihre Branche geltenden Tarifvertrag halten, sagte Personalvorstand Wilfried Porth am Montag. Der Autohersteller war in die Kritik geraten, weil Menschen beschäftigt werden, die ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken müssten. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Erich Klemm kritisierte, dass die Regelungen nicht ausreichten. Die Verhandlungen, in denen es auch um die Zahl der Leiharbeiter ging, seien gescheitert. dpa

Protest für menschenwürdige Arbeit

Berlin – „Wer hier rein will, muss für sichere und faire Arbeit sorgen“ – mit dieser Botschaft protestierte die IG Metall am Welttag für menschenwürdige Arbeit vor dem Bundesarbeitministerium in Berlin. „Die Politik muss Leiharbeit regulieren, den Missbrauch von Werkverträgen stoppen und einen flächendeckenden Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro einführen“, sagte der zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, am Montag. In Deutschland arbeiteten 6,5 Millionen Menschen zu Niedriglöhnen. „Wir wollen auch einen Mindestlohn“, sagte unterdessen CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe im Vorfeld der Sondierungsrunde von Union und SPD dem RBB. „Bei gutem Willen“ könnten beide Seiten dafür „die richtigen Instrumente finden“. jmi/AFP

Panne im RWE-Kraftwerk

Essen/Hamm - Der Energieversorger RWE verliert bei der Inbetriebnahme seines neuen Steinkohlekraftwerks im westfälischen Hamm durch eine technische Panne Zeit und viel Geld. In den 800 Megawatt starken Block D des Doppelkraftwerkes seien unbeabsichtigt Chemikalien gelangt, bestätigte ein RWE-Sprecher einen Bericht des „Handelsblattes“. Wegen des Fehlers sei die für den Herbst geplante kommerzielle Inbetriebnahme vorsorglich auf den März verschoben worden. Wie hoch der Schaden für RWE liegt, sei noch nicht abzuschätzen. dpa

DAIMLER AG]Airbus schlägt Boeing

Barcelona - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat vom traditionellen Boeing-Kunden Japan Airlines einen Auftrag im Volumen von 9,5 Milliarden Dollar erhalten. JAL kaufe 31 Maschinen des neuen Langstreckenjets A350, teilte die EADS-Tochter mit. Das erste Flugzeug soll 2019 ausgeliefert werden. Außerdem habe sich das japanische Unternehmen Optionen für weitere 25 Maschinen gesichert. Es ist das erste Mal, dass JAL Maschinen von Airbus kauft. Das Unternehmen setzte bislang vor allem auf den US-Rivalen Boeing. Der Auftrag könnte ein wichtiger Durchbruch für Airbus auf dem asiatischen Markt sein.dpa

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