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Mehr Hagelschäden als erwartet



Frankfurt am Main - Golfballgroße Eisklumpen verhageln den deutschen Gebäude- und Auto-Versicherern in diesem Jahr das Geschäft. Die Hagelunwetter, die im Juli und August über Deutschland hinwegzogen, kosten die Versicherer nach Angaben des Branchenverbandes GDV vom Dienstag 2,7 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als gedacht: Die Swiss Re war zuletzt von maximal zwei Milliarden Euro ausgegangen, die Münchener Rück sogar von nur 1,5 Milliarden. Dabei hatten die Versicherer zwei Monate vorher mit dem Hochwasser eines der größten Schadenereignisse in Deutschland verkraften müssen. rtr

Export steigt im August

Wiesbaden/Berlin - Nach dem überraschend schwachen Juli haben die deutschen Exporteure im August wieder mehr Waren in alle Welt verkauft (plus 1,0 Prozent). Die große Trendwende ist das aber noch nicht: Die Weltkonjunktur liefert kaum Impulse. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die deutschen Ausfuhren im August um 5,4 Prozent auf 85,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Die jüngste Abkühlung der Konjunktur hinterlässt auch Spuren in den Auftragsbüchern der deutschen Industrie. Im Vergleich zum Vormonat fiel der Bestelleingang im August bereinigt um 0,3 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Allerdings fiel der Rückgang im Vormonat mit revidiert 1,9 Prozent deutlich schwächer aus als ursprünglich gemeldet (minus 2,7 Prozent). dpa

Hannover lehnt Porsche-Klage ab

Hannover - Neuer Zeitverzug im Ringen um die milliardenschweren Klagen gegen die Porsche-Dachgesellschaft PSE: Nach dem Landgericht Braunschweig hat nun auch die Kartellkammer des Landgerichts Hannover entschieden, bei einem Verfahren um rund zwei Milliarden Euro Schadenersatz (5 O 552/12) nicht zuständig zu sein. Das erklärten die Richter aus Hannover am Dienstag. Zuvor hatten schon die Braunschweiger Kollegen den ursprünglich in Stuttgart anhängigen Fall nicht verhandeln wollen, da sie sich fachlich nicht zuständig fühlten. Die Richter aus Hannover argumentieren, die Weitergabe des Falls aus Stuttgart an Braunschweig sei verbindlich. dpa

Weltstahlmarkt wächst

Düsseldorf/Sao Paulo - Die weltweite Stahlnachfrage soll auch im kommenden Jahr weiter wachsen. Nach einem erwarteten Plus um 3,1 Prozent auf 1,48 Milliarden Tonnen in diesem Jahr geht der Weltstahlverband nach einer bei seiner Jahrestagung in Sao Paulo vorgelegten Prognose für 2014 von einem Zuwachs von 3,3 Prozent auf 1,52 Milliarden Tonnen aus. Noch im vergangenen Jahr hatte der Weltmarkt für Walzstahlerzeugnisse lediglich um zwei Prozent zugelegt. dpa

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