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Piloten fliegen kürzer



Straßburg - Das EU-Parlament hat kürzeren Flugzeiten für Piloten in der EU zugestimmt. Mit dem Votum der Abgeordneten am Mittwoch in Straßburg gilt ab Anfang nächsten Jahres der Vorschlag der EU-Kommission, die Dienstzeiten bei Nachtflügen von bisher elf Stunden und 45 Minuten auf zukünftig elf Stunden zu verkürzen. Bereitschaftsdienste sollen auf 16 Stunden begrenzt werden. Bisher war die Bereitschaft nicht einheitlich geregelt. Pilotenvereinigungen verlangen höchstens zehn Stunden Flugdienst wegen gefährlicher Ermüdungserscheinungen. dpa

Schutz vor Geschäften am Telefon

Berlin - Verbraucher sind künftig besser vor unseriösen Geschäftspraktiken im Internet und am Telefon geschützt. Das sieht ein Gesetzespaket vor, das am Mittwoch in Kraft getreten ist. Bei unerlaubten Werbeanrufen steigt das Bußgeld von 50 000 Euro auf bis zu 300 000 Euro. Die Regelungen gelten nun auch, wenn Anrufmaschinen eingesetzt werden. Gewinnspielverträge, von denen am Telefon die Rede ist, werden nur wirksam, wenn sie in Textform abgeschlossen werden. Für eine erste Abmahnung wegen illegalen Herunterladens von Bildern oder Musik aus dem Internet dürfen Anwälte künftig maximal 147,56 Euro berechnen. dpa

Kein Kerosin für Alitalia

Mailand - Der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia geht möglicherweise schon bald der Sprit aus. Der Energiekonzern Eni werde Alitalia ab Samstag keinen Treibstoff mehr liefern, wenn es nicht gelinge, bis dahin das Überleben des Unternehmens zu sichern, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Mittwoch. Schon jetzt schulde Alitalia Eni 30 Millionen Euro für Treibstoff, und die Verbindlichkeiten stiegen von Tag zu Tag an. Stellungnahmen der Unternehmen lagen zunächst nicht vor. Alitalia steckt derzeit in erheblichen Schwierigkeiten, ohne Kapitalerhöhung droht der Fluggesellschaft Regierungskreisen zufolge binnen weniger Wochen die Zahlungsunfähigkeit. rtr

Norwegen am teuersten

Berlin - Die Löhne in den Krisenländern Griechenland und Portugal sinken, in Deutschland dagegen steigen die Einkommen. 2012 fielen die Arbeitskosten in Griechenland um sieben und in Portugal um vier Prozent. Dies sei für die beiden Länder ein Weg, um international wettbewerbsfähiger zu werden, meinte das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) anlässlich der Vorlage einer Studie über die Entwicklung der Arbeitskosten. Hierzulande stiegen diese Kosten in den letzten zwei Jahren um jeweils 3,5 Prozent und damit deutlich schneller als in vielen anderen Ländern. Die höchsten Arbeitskosten gibt es in Norwegen, gefolgt von der Schweiz und Schweden, Deutschland steht auf Platz sechs. Am billigsten ist die Arbeit auf den Philippinen, Bulgarien und China. tts

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