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Siemens holt Strategie-Chef zurück

München - Siemens-Chef Joe Kaeser holt kurz nach seinem Start einen früheren Vertrauten zurück an Bord. Der frühere Strategiechef des Elektrokonzerns, Horst Kayser, werde in gleicher Funktion für den Münchner Dax-Riesen arbeiten, teilte Siemens am Dienstag in München mit. Über die Personalie hatte vorab auch das „Manager Magazin“ berichtet. Der Manager soll sein Amt bereits im November antreten. Kayser hatte Siemens 2008 verlassen. Der bisherige Strategiechef Peter Herweck übernimmt im Industrie-Sektor die Leitung eines Projekts zur Prozessindustrie. SIEMENS AG]dpa

Bahnindustrie erhält viele Aufträge

Berlin - Die Zug- und Eisenbahnbauer in Deutschland freuen sich über zahlreiche Aufträge. Die Bestellungen erreichten im ersten Halbjahr den Rekordwert von 8,7 Milliarden Euro, 47 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Verband der Bahnindustrie am Dienstag mitteilte. Dazu trugen zwei Großaufträge mit Loks für die Deutsche Bahn und Regionalzügen für Großbritannien bei. Die Lage habe sich erholt, hieß es. Im ersten Halbjahr war der Umsatz mit Zügen und Loks um 22 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gesunken. Infrastrukturausrüstungen verharrten bei 1,3 Milliarden Euro. dpa

Unternehmen stellen vorsorglich ein Berlin - Trotz sinkender Exporte und zuletzt auch fallender Aufträge beschäftigt die deutsche Industrie so viele Mitarbeiter wie seit fast neun Jahren nicht mehr. In den Betrieben arbeiteten im August knapp 5,3 Millionen Menschen. „Das ist der höchste Beschäftigtenstand seit 2005“, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl im Verarbeitenden Gewerbe damit um 19 000 oder 0,4 Prozent. „Die Unternehmen gehen strategisch vor, da sie einen Fachkräftemangel befürchten: Um künftige Personalengpässe zu vermeiden, stellen sie vorsorglich ein“, sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Alexander Schumann. rtr

Gericht entscheidet für Arbeitgeber

Erfurt - Betriebsräte dürfen mit ihrem vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten elektronischen Postfach nicht zu Streiks aufrufen. Das entschieden am Dienstag die höchsten deutschen Arbeitsrichter in Erfurt. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) gab einem Klinik-Konzern Recht, der einem freigestellten Betriebsrat das Versenden eines Gewerkschaftsaufrufs zu Warnstreiks von seinem betrieblichen E-Mail-Account untersagt hatte. Die Richter schlossen sich damit im Ergebnis der Entscheidung der Vorinstanzen an. Geklagt hatte eine Berliner Klinik, die zur Helios-Gruppe gehört. dpa

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