NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ex-Siemens-Personalchef wehrt sich

München - Der von seinen Aufgaben entbundene Deutschland-Personalchef von Siemens, Walter Huber, will seine Freistellung nicht hinnehmen. Wie der „Spiegel“ meldet, hat Huber einen Arbeitsrechtler mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt und erwägt, im Notfall gegen seine vorläufige Ablösung zu klagen. Grund für die Entmachtung Hubers war eine Gehaltsaffäre um den Gesamtbetriebsratschef Lothar Adler. Huber soll vor fünf Jahren das Vergütungsmodell für Adler in Höhe von rund 300 000 Euro ausgearbeitet haben. dpa

Frau leitet israelische Notenbank

Tel Aviv - Die israelische Notenbank wird erstmals von einer Frau geführt. Die 58-jährige Karnit Flug sei neue Gouverneurin, teilte die israelische Regierung am Sonntag nach einem langwierigen Auswahlverfahren mit. Flug wird damit Nachfolgerin von Stanley Fischer, der im Juni nach acht Jahren von dem Posten an der Spitze der Zentralbank zurückgetreten war. Seither hatte Flug die Notenbank bereits kommissarisch geführt. rtr

Reisebranche befürchtet Pleitewelle

Hannover/Düsseldorf - Wegen drohender Gewerbesteuer-Nachzahlungen befürchtet die Reisebranche eine Pleite- und Entlassungswelle. Der Deutsche Reise-Verband (DRV) schätzt die rückwirkend ab 2008 erhobenen Steuern auf bundesweit 1,4 Milliarden Euro. Der „Wirtschaftswoche“ sagte DRV-Präsident Jürgen Büchy: „Die Existenz mittelständischer Reiseveranstalter und damit Zehntausender Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.“ Die höheren Belastungen begründen die Finanzämter mit der Reform des Gewerbesteuergesetzes vor fünf Jahren. Demnach werden bei der Berechnung der Steuer auch die Hälfte aller Pacht- und Mietzahlungen sowie Leasinggebühren für unbewegliche Anlagegüter berücksichtigt. Betriebsprüfer hätten diese Verfahren nun auch für den Einkauf von Hotelkontingenten durch Reiseveranstalter übernommen, so das Magazin.dpa

„Agro-Mafia“ verdient prächtig

Rom - Die in der italienischen Landwirtschaft und auf dem Ernährungssektor tätige „Agro-Mafia“ verdient sich eine goldene Nase. Um zwölf Prozent auf etwa 14 Milliarden Euro steigt der Gesamtumsatz, den das organisierte Verbrechen in diesem Jahr verglichen mit 2011 machen dürfte. Das geht aus einer Bilanz des Agrarverbandes Coldiretti hervor. Zu den Methoden der vor allem im Süden aktiven „Agro-Mafia“ gehören Betrug und Erpressung, falsche Etikettierungen und illegale Schlachtereien. dpa

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