NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Weniger neue Jobs in Amerika

Washington - Die US-Wirtschaft hat im September weit weniger Jobs geschaffen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 148 000, teilte das Arbeitsministerium mit. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank nur leicht auf 7,2 von zuvor 7,3 Prozent. Die US-Notenbank Fed, die Vollbeschäftigung fördern soll, muss damit weiter auf eine durchgreifende Wende am Arbeitsmarkt warten. Erst danach will sie ihre ultralockere Geldpolitik schrittweise straffen. Die Fed pumpt derzeit jeden Monat 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft – über den Kauf von Immobilienpapieren und Staatsanleihen. rtr

Die Griechen werden ärmer

Brüssel/Athen - Durch die schwere Wirtschaftskrise und die harten Sparmaßnahmen sind die Griechen heute fast 40 Prozent ärmer als vor fünf Jahren. Das verfügbare Einkommen habe im zweiten Quartal um 29,5 Prozent unter dem Niveau des gleichen Zeitraums 2008 gelegen, geht aus Daten des Statistikamtes Elstat hervor. Werde noch die in dieser Zeit angelaufene Inflation berücksichtigt, erhöhe sich das Minus auf nahezu 40 Prozent. rtr

Schlachter fordern Mindestlohn

Hannover - Mit der Forderung nach einem bundesweiten Mindestlohn geht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in die Tarifverhandlungen für die Fleischindustrie. „Wir fordern mindestens 8,50 Euro“, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Die NGG will auch strukturelle Verbesserungen für die gut 80 000 Arbeitnehmer in Schlachtbetrieben erwirken. Politiker von SPD und Grünen unterstützen das Ziel, auch, weil die bestehenden Verhältnisse zu schweren Missständen für die Tiere führten. Frankreichs Industrieminister Arnaud Montebourg warf Deutschland am Dienstag vor, mit Lohndumping die Fleischindustrie in die Krise zu stürzen. dpa/AFP

Kuba schafft Doppelwährung ab

Havanna - Kuba will nach 19 Jahren seine Doppelwährung abschaffen. „Der Ministerrat hat eine Reihe von Maßnahmen erlassen, die zu einer Einheit der Geld- und Währungspolitik führen“, teilte die Regierung mit. Die Zusammenführung soll schrittweise erfolgen. Nach Angaben von kubanischen Ökonomen wird es eine Übergangszeit von 18 Monaten geben. Nach dem Zerfall der verbündeten Sowjetunion hatte der kommunistische Inselstaat 1994 ein System aus zwei Währungen eingeführt. Mit dem normalen Peso werden die meisten Löhne gezahlt und Preise ausgeschildert. Daneben gibt es noch einen an den US-Dollar gekoppelten Peso Convertible zum Beispiel für die Tourismusindustrie. rtr

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