NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ermittlungen gegen Fitschen

München - Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München im Zusammenhang mit dem Kirch-Prozess erreichen die Führungsspitze der Deutschen Bank. Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen werde des versuchten Prozessbetrugs verdächtigt und deshalb als Beschuldigter geführt, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Deutsche Bank wies die Vorwürfe umgehend zurück. In der Sache ermittelt die Staatsanwaltschaft bereits gegen die früheren Chefs der Deutschen Bank, Josef Ackermann und Rolf Breuer, sowie weitere Personen. Sie alle stehen im Verdacht, im Schadenersatzprozess der Kirch-Erben gegen die Bank nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Die Erben des Unternehmers Leo Kirch beschuldigen die Bank, für die Pleite von dessen Medienkonzern verantwortlich zu sein. rtr

Asmussen fordert mehr Tempo

Berlin - EZB-Direktor Jörg Asmussen fordert, dass die Haftungsregeln für die einheitliche Abwicklung maroder Banken in Europa schneller eingeführt werden. „2018 ist zu spät. Es wäre weise, wenn wir das In-Kraft-Treten dieser Haftungsregeln auf den 1. Januar 2015 vorziehen würden“, sagte er. Der Beschluss des EU-Ministerrates sieht vor, dass es erst 2018 der Fall sein soll. Marode systemrelevante Großbanken sollen künftig in erster Linie auf Kosten ihrer Eigner und Gläubiger und nicht mehr länger nur vom Steuerzahler gerettet werden. rtr

Hohe Investitionen belasten Audi

Ingolstadt - Audi hat im dritten Quartal wieder mehr Autos verkauft – aber deutlich weniger Geld damit verdient. Neben hohen Ausgaben für neue Fabriken und Produkte machte der Volkswagen-Tochter weiter das schwierige Geschäft in etlichen Krisenstaaten Europas zu schaffen. Dazu kommt: Gerade die neuen A3-Modelle verkauften sich gut, sind aber deutlich günstiger als die großen Geländewagen oder Limousinen, mit denen die Oberklassehersteller am meisten verdienen. Unter dem Strich sank der Gewinn in den Monaten Juli bis September um gut 18 Prozent auf 954 Millionen Euro, wie Audi mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um gut sieben Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. dpa

Finanzaufsicht entlastet Ackermann

Zürich - Der Schweizer Versicherer Zurich kann gut zwei Monate nach dem Selbstmord seines Finanzchefs und dem anschließenden Rücktritt von Verwaltungsratspräsident Josef Ackermann einen Schlussstrich unter die Affäre ziehen. Eine von der Schweizer Finanzmarktaufsicht angeordnete Untersuchung entlastete den Versicherungskonzern und Ackermann: Pierre Wauthier sei vor seinem Tod nicht ungebührlich oder unangemessen unter Druck gesetzt worden, fasste Zurich das Ergebnis des Berichts zusammen. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben