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Luftfahrt hofft auf neue Regierung



Berlin - Für mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen ist der Luftverkehr von großer oder sehr großer Bedeutung. In den Schlüssel- und Wachstumsindustrien Kraftfahrzeugbau, Pharmazie und Maschinenbau liegt der Anteil sogar zwischen 80 und 90 Prozent. Das ergab eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und des Münchner ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Mit dem Report will man schon während der Koalitionsverhandlungen Aufmerksamkeit erregen und hofft darauf, dass die künftige Bundesregierung dem Luftverkehr mehr Bedeutung beimisst, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch am Freitag bei der Vorstellung der Studie. Es gehe um die Zukunft der wichtigsten deutschen Wirtschaftszweige. -du

Der Süden zieht davon

Düsseldorf - Deutschlands Süden setzt sich einer Studie zufolge wirtschaftlich immer mehr von den restlichen Regionen ab. Die Spitzenregionen in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in Hessen seien in den vergangenen zehn Jahren noch stärker geworden, stellte das Forschungsinstitut Prognos in seinem am Freitag veröffentlichten „Zukunftsatlas“ fest. Von den 78 Städten und Kreisen, denen Prognos gute Chancen bescheinigt, kommen demnach 83 Prozent aus Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen. Großer Absteiger ist das Ruhrgebiet. Schlecht sieht es weiterhin in vielen Teilen Ostdeutschlands aus. AFP

Arbeitsagentur ohne Rücklagen

Nürnberg - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht sich für eine mögliche Jobkrise finanziell nicht ausreichend gerüstet. Es fehlten der Arbeitslosenversicherung Milliardenrücklagen, um im Krisenfall mit Arbeitsmarktprogrammen auf steigende Erwerbslosigkeit reagieren zu können, warnten Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im BA-Verwaltungsrat am Freitag. Selbst bei einer stabilen Konjunkturlage werde die Bundesagentur in den kommenden Jahren kaum noch nennenswerte Überschüsse erwirtschaften und damit kein Polster für Krisenzeiten aufbauen können. dpa

Sachsen scheitert mit Klage

Leipzig - Gut sechs Jahre nach dem Zusammenbruch der Sachsen LB ist der Freistaat Sachsen mit einer Millionenklage gegen drei Exvorstände der ehemaligen Landesbank gescheitert. Das Landgericht Leipzig sah laut dem am Freitag verkündeten Urteil zu Spekulationsgeschäften auf dem US-Immobilienmarkt zwar Pflichtwidrigkeiten der verklagten Vorstände. Diese Verstöße seien aber nicht ausschlaggebend für den Zusammenbruch gewesen. Die Sachsen LB musste an die Landesbank Baden-Württemberg notverkauft werden. Sachsen übernahm eine Milliardenbürgschaft. AFP

Claassen bekam „Kompensat“

Berlin - Utz Claassen, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von EnBW und Solar Millennium, legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Zahlung von neun Millionen Euro zu seinem Antritt bei Solar Millennium 2010 nicht um eine Antrittsprämie, sondern um ein „Kompensat“ für entgangene Einkünfte gehandelt habe. Auch habe er das Unternehmen nicht – wie häufig kolportiert – auf 265 Millionen Dollar verklagt, sondern auf Schadenersatz in „erheblicher Millionenhöhe“. Mit der Feststellung nimmt Claassen Bezug auf einen am 31. Oktober im Tagesspiegel erschienenen Text. Tsp

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