NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Irland verlässt Rettungsschirm



London/Dublin - Nach drei Jahren unter dem Rettungsschirm von EU, Europäischer Zentralbank und IWF will Irland vom 15. Dezember an wieder finanziell auf eigenen Beinen stehen. Man werde das Hilfsprogramm verlassen und dabei keine vorbeugende Kreditlinie zur Absicherung in Anspruch nehmen, kündigte Ministerpräsident Enda Kenny an. Die Regierung habe alles für eine Rückkehr zum normalen Anleihenhandel vorbereitet. Am Abend kündigte auch Spanien an, nach Ende seines internationalen Hilfsprogramms keine weitere Hilfe aus dem Eurorettungsfonds zu beantragen. dpa

WMF will Filialen schließen

Geislingen - Der schwäbische Küchengerätehersteller WMF korrigiert seine Ergebniserwartungen für das laufende Jahr nach unten und will einige Filialen schließen. Man werde sich von unwirtschaftlichen Flächen trennen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Geislingen/Steige mit. Wie viele der 230 konzerneigenen Filialen im deutschsprachigen Raum geschlossen werden sollen, präzisierte das Unternehmen nicht. Auch sein Sortiment will WMF genau anschauen und unrentable Produkte streichen. dpa

Merck schraubt Ziele nach oben

Darmstadt - Erfolge beim Konzernumbau und die starke Nachfrage aus Schwellenländern haben dem Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck im dritten Quartal Rückenwind beschert. Zwar sanken die Erlöse wegen negativer Währungseffekte zum Vorjahr um 3,1 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Doch sei das Unternehmen profitabler geworden, sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley und erhöhte die Ergebnisprognose. Im dritten Quartal stieg der Überschuss auf 339,6 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Merck wegen Sonderbelastungen 63,2 Millionen Euro Verlust ausgewiesen.dpa

MERCK KGAA]Air France gibt Alitalia einen Korb

Paris/Rom - Alitalia muss ihre Rettung ohne die erhoffte Finanzspritze ihres Großaktionärs hinbekommen. „Air France-KLM wird sich an der Kapitalerhöhung nicht beteiligen“, stellte das französisch-niederländische Unternehmen als Reaktion auf den Sanierungsplan der Italiener klar. Die Maßnahmen gingen zwar in die richtige Richtung, erreichten aber nicht die notwendigen finanziellen Verbesserungen. Alitalia braucht nach hohen Verlusten dringend frisches Geld, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Neben der Kapitalerhöhung um 300 Millionen Euro sieht das Rettungspaket neue Kreditlinien vor. dpa

Liechtenstein gibt Bankgeheimnis auf Genf - Das Fürstentum Liechtenstein verabschiedet sich von seinem Bankgeheimnis. Die Regierung des Alpenstaats kündigte an, am 21. November ein internationales Abkommen zur Verhinderung von Steuerflucht zu unterzeichnen. Dabei handelt es sich um die Konvention der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Europarats über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen. Das Fürstentum, das ebenso wie die Schweiz lange als Steueroase galt, erklärte sich außerdem bereit, „bilaterale Vereinbarungen zum automatischen Austausch von Steuerinformationen“ zu schließen. AFP

NSA-Affäre belastet Cisco

New York - Wegen des US-Abhörskandals lassen viele Kunden die Finger von Cisco-Produkten. Der Konzern stellt sich im zweiten Geschäftsquartal auf ein Umsatzminus von acht bis zehn Prozent ein und schickte mit dieser Prognose seine Aktie fast zehn Prozent in die Tiefe. Cisco-Chef John Chambers beklagte die schwache Nachfrage in Schwellenländern wie China, wo Kunden wegen der NSA-Enthüllungen beim Kauf zögerten. In anderen Ländern verunsichere die wirtschaftliche Lage. Vor allem am Ende des ersten Quartals seien die Bestellungen dramatisch eingebrochen. rtr

EU einigt sich über Versicherer

Brüssel - Die Versicherungsbranche in der EU muss von Januar 2016 an strengere Kapitalregeln erfüllen. Darauf haben sich Unterhändler des Europaparlaments und des Ministerrates geeinigt. Mit den Regeln namens Solvency II will Brüssel die Branche krisenfest machen. So müssen die Anbieter künftig für alle Risiken bestimmte Eigenmittel vorweisen. Wer hohe Risiken eingeht oder in Aktien investiert, muss mehr Eigenkapital vorhalten. Auf diese Weise will die EU Pleiten verhindern und Kunden schützen. dpa

Kein Geld bei verspäteter Landung

Karlsruhe - Eine verspätete Landeerlaubnis für ein Flugzeug ist kein Grund für eine Entschädigung. Das gilt auch dann, wenn Reisende deswegen ihren Anschlussflug verpassen und mit mehr als drei Stunden Verspätung am Zielort ankommen, entschied der Bundesgerichtshof in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Die Richter wiesen die Klage eines Geschäftsmannes ab, der seinen Anschlussflug verpasst hatte und deswegen einen Geschäftstermin verschieben musste (Az. XZR 115/12). Zwar gebe es bei derartigen Verspätungen um mehr als drei Stunden Entschädigung, erklärte der BGH. Hier sei jedoch die verweigerte Landeerlaubnis Ursache. dpa

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