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EZB will Zins unter null senken



Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erstmals in ihrer Geschichte ernsthaft einen negativen Zins. Wie Bloomberg unter Berufung auf zwei mit den Debatten der Notenbank vertrauten Personen am Mittwoch berichtete, könnte der unter dem Leitzins liegende sogenannte Einlagesatz auf -0,1 Prozent von derzeit 0,0 Prozent gekappt werden. Dies käme einem Strafzins für die Banken gleich, die Geld bei der EZB parken anstatt Kredite zu vergeben. Die EZB hatte Anfang November ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Der EZB-Rat entscheidet Anfang Dezember das nächste Mal über die Zinsen. rtr

Verkauf von Scout24 steht kurz bevor Bonn - Die Deutsche Telekom steht nach unbestätigten Berichten kurz vor dem Verkauf ihrer Internettochter Scout24. Der Verkauf eines 70-Prozent-Anteils an die US-Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman sei beinahe in trockenen Tüchern, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die Sparte werde insgesamt mit zwei Milliarden Euro bewertet. Eine offizielle Ankündigung könne noch in dieser Woche folgen. Ein Telekom-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. dpaSCOUT 24]

Bundeskartellamt prüft Übernahme

Düsseldorf/München - Das Bundeskartellamt will die Prüfung der angekündigten Übernahme des Mobilfunkanbieters E-Plus durch den Konkurrenten Telefónica Deutschland (O2) an sich ziehen. Telefónica hatte die Übernahme bei der EU-Kommission angemeldet. Durch die Übernahme von E-Plus will Telefónica mit seiner Kernmarke O2 zum größten Mobilfunkanbieter in Deutschland aufrücken. Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt begründet den am Mittwoch vorgelegten Antrag auf Verweisung mit den Auswirkungen auf die deutschen Mobilfunkmärkte. Nach der Vorlage eines Verweisungsantrags habe die Europäische Kommission nun 35 Arbeitstage Zeit, eine Entscheidung zu treffen oder den Fall selbst in einer vertieften Prüfung zu untersuchen, hieß es. dpa

EU-Parlament plant Frauenquote

Straßburg - Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen sollen bis 2020 nach dem Willen des EU-Parlaments zu 40 Prozent aus Frauen bestehen. Das EU-Parlament stimmte am Mittwoch für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Das Votum geht weiter als die Pläne von Union und SPD in Deutschland, wonach ab 2016 in Aufsichtsräten großer börsennotierter Unternehmen mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sein sollen. Nach den Vorstellungen der EU-Parlamentarier sollen Betriebe mit weniger als 250 Mitarbeitern und weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz von der Quote ausgenommen werden. dpa

Rossmann eröffnet 3000. Filiale

Burgwedel - Die Drogeriemarktkette Rossmann hat die Zahl ihrer Filialen in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Nachdem der Branchenriese 2004 in Frankfurt am Main sein 1000. Geschäft eröffnet hatte, startet Ende November in Hannover die 3000. Filiale ihren Betrieb. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Mit dem 3000. Laden schließt sich für Rossmann in Hannover ein Kreis, denn dort hatte Firmengründer Dirk Roßmann 1972 mit seinem ersten Geschäft begonnen. Für die ersten 100 Drogeriemärkte hatte er noch zehn Jahre gebraucht. Allein dieses Jahr kamen 230 Verkaufsstellen hinzu. Rossmann ist ein Profiteur der Schlecker-Pleite, die Marktanteile freispülte und Filialübernahmen ermöglichte. dpa

Airbus und Boeing sahnen in Dubai ab Dubai - Die beiden Flugzeugbauer Airbus und Boeing haben auf der Luftfahrtmesse in Dubai kräftig abgesahnt. Dabei hatte der US-Flugzeugbauer die Nase vorn. Nach Boeing-Angaben gingen auf der Airshow Bestellungen und Verpflichtungen für 342 Flugzeuge mit einem Wert von 101,5 Milliarden Dollar ein. Die EADS-Tochter Airbus sammelte 160 Bestellungen und Kaufabsichtserklärungen über insgesamt 44 Milliarden Dollar (32,5 Milliarden Euro) ein. Davon seien 142 Bestellungen bereits fest zugesagt, teilte der Konzern am Mittwoch mit. dpa

Staaten gefährden Firmenexistenzen
Brüssel - Die Europäische Kommission hat Deutschland gerügt, weil es das neue EU-Gesetz gegen Zahlungsverzug noch nicht umgesetzt hat. Von allen EU-Staaten haben nur Deutschland und Belgien die Frist vom 16. März dieses Jahres überschritten, wie die Kommission am Mittwoch erklärte. Wenn die Bundesregierung nicht innerhalb von zwei Monaten handelt, kann die Kommission sie vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen. Die EU-Richtlinie gegen den Zahlungsverzug soll insbesondere die Zahlungsfristen für Rechnungen angleichen, die der Staat zu begleichen hat. Der deutsche Mittelstand hatte das Gesetz sehr begrüßt. Gerade der Staat sei oft ein säumiger Zahler, und durch das Gesetz kämen Klein- und Mittelbetriebe künftig schneller zu ihrem Geld, erklärte der Bundesverband mittelständische Wirtschaft. AFP

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