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Deutsche in Weihnachts-Kauflaune



Frankfurt am Main/Berlin - Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ist die Stimmung der deutschen Verbraucher so gut wie seit mehr als sechs Jahren nicht. Steigende Einkommen, die anziehende Konjunktur und niedrige Zinsen erhöhen die Kauflaune der Deutschen zum Jahresende, wie am Mittwoch die monatliche Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergab. „Die Einkaufswagen werden zur Weihnachtszeit wieder sehr voll sein“, sagte GfK-Experte Wolfgang Adlwarth. Im Schnitt wollten die Verbraucher 288 Euro für Geschenke ausgeben – drei Euro mehr als im Vorjahr. Für Dezember sagen die GfK-Marktforscher einen überraschend deutlichen Anstieg des Konsumklima-Barometers um 0,3 auf 7,4 Punkte voraus – den höchsten Stand seit gut sechs Jahren. rtr

Stromversorgung ist gesichert

Berlin - Die Stromversorgung ist einer Studie zufolge in den nächsten zehn Jahren in keiner Region Deutschlands gefährdet. Derzeit gebe es in Deutschland beim Strom hohe Überkapazitäten, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Außerdem seien konventionelle Kraftwerke mit einer Kapazität von zehn Gigawatt im Bau, sagte der Mitautor der Studie, Karsten Neuhoff. Das DIW spricht sich gegen einen zusätzlichen Markt aus, auf dem Zertifikate für die bereitgestellte Kraftwerksleistung gehandelt werden. Dies würde die Strompreise nach oben treiben. dpa

Kräftiges Konjunkturplus erwartet Frankfurt am Main/Berlin - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der KfW Bankengruppe im nächsten Jahr kräftig wachsen. „Deutschland schaltet einen Gang hoch – wir erwarten für 2014 einen Anstieg des BIP um zwei Prozent“, sagte Chefvolkswirt Jörg Zeuner am Mittwoch. Für dieses Jahr sei ein Wachstum von 0,6 Prozent zu erwarten. Die Volkswirte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnen hingegen wegen des schwachen Jahresauftakts für 2013 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um nur 0,4 Prozent. Der Wachstumstrend habe sich aber leicht verstärkt, sagte Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Für das vierte Quartal sei ein Plus von 1,2 Prozent zu erwarten. dpa

Polen will Schiefergas produzieren

Warschau - Polen will 2014 mit dem umstrittenen Fracking beginnen und Schiefergas kommerziell herstellen. Das kündigte der stellvertretende Umweltminister Piotr Wozniak am Mittwoch laut der polnischen Nachrichtenagentur PAP anlässlich der Veröffentlichung neuer Testergebnisse von Probebohrungen an. Polen wäre damit das erste EU-Land, das die umstrittene Technik anwenden würde. Das in London ansässige Unternehmen San Leon Energy, das die Tests vornahm, erklärte, erneute Frackingversuche an einem bereits im Sommer gebohrten Loch im Norden Polens hätten „die Erwartungen weit übertroffen“. Polen bezieht seinen Strom zu 90 Prozent aus Kohlekraftwerken. AFP

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