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Kalte Progression verschärft sich



Berlin - Die Steuerzahler in Deutschland werden wegen der sogenannten kalten Progression in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Milliardensummen zur Kasse gebeten. Das Finanzministerium rechnete in Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion vor, dass die Mehrbelastungen von 770 Millionen Euro im Jahre 2014 stetig bis auf 8,04 Milliarden Euro im Jahr 2017 wachsen dürfte. Die durchschnittliche Steuerquote in Deutschland werde so von 22,68 Prozent auf 22,89 Prozent anwachsen. Als „kalte Progression“ versteht man, dass bei steigenden Einkommen ein immer größerer Teil des Zuwachses von der Steuer „aufgefressen“ wird. Dieser Anstieg des Steuersatzes bei Einkommenszuwächsen, die lediglich die Teuerung ausgleichen, wirkt somit als „heimliche Steuererhöhung“. rtr

Privatbanken prüfen Selbstanzeigen

Zürich - In den Führungsetagen vieler Schweizer Banken rauchen die Köpfe. Die meisten der rund 300 Institute müssen bis Montag entscheiden, ob sie sich bei der US-Justiz selbst anzeigen und gestehen, unversteuertes Geld reicher Amerikaner verwaltet zu haben. Sind sie dazu bereit, können sie auf Frieden mit den US-Behörden hoffen, die Schweizer Banken seit Jahren mit Steuerhinterziehungsvorwürfen eindecken. Der Preis aber ist hoch: Neben einem Schuldeingeständnis drohen Geldbußen, die für kleinere Institute den Todesstoß bedeuten könnten. Entsprechend hitzig seien die Diskussionen in den Führungsgremien, sagte ein Anwalt. Nicht betroffen sind größere Häuser wie Credit Suisse und Julius Bär, gegen die separate Verfahren laufen. rtr

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