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Solarstrom beantragt Insolvenz

Freiburg - Die S.A.G. Solarstrom AG muss Insolvenz beantragen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sieht es kurzfristig keine Chance, sich außerhalb eines Insolvenzverfahrens zu sanieren. Demnach sind auch Tochtergesellschaften des Konzerns betroffen. Als Grund für die finanziellen Probleme nannte das Unternehmen ausgebliebene Geldflüsse in Millionenhöhe. So sei unter anderem der geplante Verkauf eines italienischen Anlagenportfolios wegen Rechtsstreitigkeiten vorerst gescheitert. „Wir sind nicht überschuldet“, sagte Vorstandschef Karl Kuhlmann. „Was fehlt, sind Mittelzuflüsse aus den Monaten November und Dezember von gut 20 Millionen Euro.“ Ihm zufolge wird das Geld noch kommen – allerdings nicht fristgerecht. dpa

Fonds für Schlecker-Leute schließt

Stuttgart - Der Hilfsfonds für ehemalige Schlecker-Mitarbeiter wird zum Jahresende geschlossen. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Die Paul-Schobel- Caritas-Stiftung hatte den Fonds vor gut eineinhalb Jahren gegründet und rund 73 000 Euro an frühere Beschäftigte der insolventen Drogeriemarktkette gezahlt. Insgesamt wurden demnach fast 170 Ex-Schlecker-Mitarbeiter unterstützt, darunter vor allem Frauen. Nach Verdi-Angaben sind von den 25 000 arbeitslos gewordenen Beschäftigten noch immer 9600 ohne Arbeit. Schlecker hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. dpa

EADS wird Erpressung vorgeworfen

Paris - In den Verhandlungen über einen massiven Stellenabbau beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS verhärten sich die Fronten. Französische Gewerkschaftsvertreter warfen der Unternehmensführung am Freitag Erpressung vor und verließen geschlossen eine Sitzung. Ihren Angaben zufolge droht das Management mit betriebsbedingten Kündigungen, wenn die Lohnkosten nicht gesenkt werden können. Dies sei ein beispielloses Vorgehen, kommentierte die Gewerkschaft FO. Das von Januar an unter dem Namen Airbus Group firmierende Unternehmen EADS will bis 2016 rund 5800 Arbeitsplätze abbauen, die meisten davon im Rüstungsbereich. dpa

Volkswagen hält Rekordkurs

Wolfsburg - Europas größter Autohersteller Volkswagen ist auf dem Weg zum nächsten Absatzrekord. In den ersten elf Monaten des Jahres lieferte VW 8,68 Millionen Autos aus und damit 4,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für 2013 peilt VW 9,5 Millionen Fahrzeuge an. In den Wachstumsmärkten Südostasiens will VW in absehbarer Zeit auch in Eigenregie produzieren. „Wir wollen unseren Marktanteil von aktuell gut einem Prozent in der Region deutlich steigern und am Wachstum teilhaben“, sagte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler. „Mittelfristig wollen wir für die jeweiligen Märkte auch Fahrzeuge vor Ort bauen.“ dpa

Kein Las Vegas bei Madrid

Madrid - Ein Glücksspiel-Paradies nach dem Vorbild von Las Vegas nahe der spanischen Hauptstadt Madrid wird es nun doch nicht geben: Der US-Konzern Las Vegas Sands teilte mit, er verfolge das Projekt „Eurovegas“ nicht weiter. Investor Sheldon Adelson hatte dem rezessionsgeplagten Spanien 260 000 Arbeitsplätze versprochen. Architekten und Umweltverbände hatten gegen das riesige Bauvorhaben mit sechs Casinos und zwölf Hotels protestiert. Las Vegas Sands sucht nun nach Möglichkeiten in Asien. AFP

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