NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Europas Automarkt wächst 2014



Bergisch Gladbach - Nach sechs Jahren auf Talfahrt dürfte Europas Automarkt im kommenden Jahr wieder zulegen. Die Nachfrage in der Region Westeuropa, die mehr als 90 Prozent des gesamten Kontinents ausmacht, werde voraussichtlich um vier Prozent auf 11,7 Millionen Pkw steigen, teilte das Center of Automotive Management von der FH Bergisch Gladbach am Montag mit. Allerdings war die Nachfrage auf dem Kontinent seit 2007 um fast ein Viertel geschrumpft. Rechnerisch seien damit in diesem Zeitraum rund zwölf mittelgroße Automobilfabriken überflüssig geworden. Weltweit dürfte der Automarkt um fünf Prozent auf 76 Millionen Pkw zulegen. Davon können die exportstarken deutschen Hersteller profitieren. dpa

Reiselust der Chinesen ungebrochen

Berlin - Die Reiselust asiatischer Urlauber hält den internationalen Tourismus am Laufen. An der Spitze des Booms steht China, wie aus den in Berlin veröffentlichten Daten des „ITB World Travel Trend Reports“ hervorgeht. Bei den Ausgaben haben die Chinesen die Deutschen als Reiseweltmeister bereits überholt, bei der Zahl der Reisen liegen sie auf Rang zwei, holen aber mächtig auf. In den ersten acht Monaten legten die Auslandsreisen der Asiaten um acht Prozent zu. Auslandstrips der Chinesen trugen dazu um 26 Prozent bei. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht: Etwa 44 Prozent der Chinesen geben an, im kommenden Jahr mehr als bisher reisen zu wollen. dpa

Renault startet Produktion in China

Paris/Peking - Als letzter großer europäischer Autobauer startet Renault eine lokale Produktion in China. Nach Zustimmung der Behörden vor Ort gründeten die Franzosen am Montag ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem zweitgrößten chinesischen Hersteller Dongfeng. In einem neuen Werk in der zentralchinesischen Stadt Wuhan sollen zunächst 150 000 und dann bis zu 300 000 Fahrzeuge im Jahr gebaut werden, wie die neuen Partner mitteilten. Der Produktionsstart ist für 2016 vorgesehen. Das Investitionsvolumen bezifferte Renault mit insgesamt 7,76 Milliarden Yuan (923 Millionen Euro). dpa

Commerzbank wird Schiffskredite los

Frankfurt am Main - Die Commerzbank schlägt ein großes Paket an ausfallgefährdeten Schiffskrediten los und entlastet dadurch ihre Bilanz. Das Institut verkauft Problemkredite mit einem Gesamtvolumen von rund 280 Millionen Euro an den Finanzinvestor Oaktree, wie Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus mitteilte. Mit dem Geld hatte sie 14 Chemikalien-Tanker finanziert. Das Eigenkapital der Bank werde um acht Millionen Euro entlastet, weil die Bilanzrisiken mit dem Verkauf um 165 Millionen Euro sinken. Die Schifffahrt steckt wegen Überkapazitäten, gestiegener Treibstoffkosten und des mauen Welthandels seit gut fünf Jahren in der Krise. rtr

Bundesbank warnt vor Börsensteuer

Frankfurt am Main - Die Bundesbank hat vor schwerwiegenden Auswirkungen der geplanten europäischen Finanztransaktionssteuer auf die Geldpolitik im Währungsraum gewarnt. Sie begründet ihre Sorgen in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht mit dem sogenannten Repomarkt, auf dem sich Banken gegenseitig mit Liquidität versorgen. Es sei zu erwarten, dass eine steuerbedingte Verkleinerung dieses Marktes zu einer stärkeren Refinanzierung der Banken über das Eurosystem – also die Europäische Zentralbank (EZB) und die ihr angeschlossenen Notenbanken – führen würde. Bereits jetzt sind südeuropäische Banken stark von EZB-Geld abhängig. dpa

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