NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ratingagentur kippt Bestnote für EU



London - Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat der Europäischen Union bei der Beurteilung ihrer Kreditwürdigkeit die Bestnote entzogen. Die Note sei wegen der schwächeren Verfassung ihrer 28 Mitgliedsländer um eine Stufe von „AAA“ auf „AA+“ gesenkt worden, teilte S&P mit. Den Ausblick hielt die Agentur allerdings auf „stabil“. Damit ist zunächst nicht mit einer weiteren Abstufung zu rechnen. Der Vizepräsident der EU-Kommission, Olli Rehn, kritisierte die Herabstufung. dpa

Griechen ermitteln gegen Autobauer

Athen/Berlin - Deutsche Autobauer sind in Griechenland ins Visier der Steuerbehörden geraten. Die Steuerfahnder ermitteln wegen möglichen Steuerbetrugs gegen Daimler, BMW und Opel. Das bestätigte der Chef der griechischen Behörde zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität, Theodoros Floratos, am Freitag. Anlass für die Untersuchungen seien extrem niedrige Verrechnungspreise, zu denen die deutschen Unternehmen ihre Fahrzeuge an die Vertriebsgesellschaften in Griechenland abgeben. Die Preise sind die Grundlage für eine Reihe von Steuern. Je niedriger sie ausfallen, desto geringer sind die Einnahmen des griechischen Staates. Einem Bericht zufolge stellt etwa Mercedes-Benz für eine S-Klasse dem hauseigenen Importeur nur 22 135 Euro in Rechnung. Der Verkaufspreis liege aber bei mehr als dem Vierfachen.dpa

Eon schließt Kraftwerke

Düsseldorf - Der Energieriese Eon will weitere unrentable Kraftwerke schließen. In den kommenden beiden Jahren sollen an drei Standorten in Nordrhein-Westfalen Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtkapazität von über 1700 Megawatt (MW) vom Netz genommen werden und zwei Blöcke in Ingolstadt mit knapp 800 MW, kündigte das Unternehmen an. Anträge für die Standorte Scholven in Gelsenkirchen, Knepper in Dortmund und Veltheim bei Bielefeld seien bei der Bundesnetzagentur gestellt worden, hieß es. Die Behörde muss nun prüfen, ob die Versorgungssicherheit trotz einer etwaigen Stilllegung gewährleistet wäre oder ob die Anlagen systemrelevant, also unverzichtbar sind. rtr

Lachs teuer wie nie

Oslo/Frankfurt - Kurz vor dem Weihnachtsfest ist der Preis für norwegischen Lachs überraschend auf ein Rekordhoch geklettert. Ein Kilo dieses als Feiertagsessen beliebten Fisches verteuerte sich in den vergangenen Tagen auf 51 bis 53 norwegische Kronen (rund sechs Euro), berichten norwegische Lachs-Exporteuere. Branchenkenner hatten damit gerechnet, dass der Preis auf 49 bis 50 Kronen von 51,20 Kronen in der Vorwoche zurückgeht. Wegen widrigen Wetters an der norwegischen Westküste ist das Lachs-Angebot allerdings knapp. Daher dürften die Preise kommende Woche sogar nochmals steigen. rtr

1 Kommentar

Neuester Kommentar