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HIV gilt als Behinderung:

Urteil des Bundesarbeitsgerichts



Arbeitgeber dürfen Beschäftigte, die HIV-positiv sind, wegen ihrer Erkrankung nicht einfach kündigen. Auch während der Probezeit sei eine Kündigung im Regelfall unwirksam und diskriminierend, urteilte am Donnerstag das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt. Eine HIV-Infektion sei als Behinderung anzusehen, denn HIV-positive Arbeitnehmer seien im gesellschaftlichen Leben oft stigmatisiert und damit benachteiligt. Deshalb sei das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz mit seinen Entschädigungsregelungen wegen Diskriminierung anzuwenden. Die Erfurter Richter beriefen sich auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes und die UN-Behindertenrechtskonvention. Danach ist auch von einer Behinderung auszugehen, wenn bei einer chronischen Erkrankungen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben beeinträchtigt ist. Die deutsche Aidshilfe begrüßte die Entscheidung. (AZ: 6 AZR 190/12). „Die Zahl der vor Diskriminierung geschützten Beschäftigten ist durch das Urteil deutlich gestiegen“, erklärte der Berliner Arbeitsrechtler Dietmar Müller-Boruttau. epd/Tsp

Befristete Jobs sind unerwünscht: Viele Studenten wollen Kontinuität

Befristete Arbeitsverträge sowie ein häufiger Arbeitgeberwechsel sind heute keine Seltenheit – für den Jobeinstieg wünschen sich Studenten aber häufig vor allem Sicherheit. Das zeigen erste Ergebnisse einer Studenten-Befragung des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart. Danach wünschen sich rund vier von zehn Studenten (44,6 Prozent) für ihren Berufseinstieg, dass sie möglichst lange Zeit bei einem Arbeitgeber fest angestellt sind. Etwas mehr (47,1 Prozent) können sich vorstellen, hin und wieder den Betrieb zu wechseln. An der Online-Umfrage haben bislang 397 Studenten teilgenommen. dpa

Frauen lernen aus Misserfolgen:

Männer weisen Schuld von sich

Männer lernen tendenziell weniger aus Misserfolgen im Job als Frauen, erklärt Professor Heinrich Wottawa, Personalexperte an der Ruhr-Universität Bochum. Das liege daran, dass Männer die Ursache für Misserfolg eher auf andere schieben oder die Umstände verantwortlich machen. Frauen neigten dagegen eher dazu, den Grund für das Scheitern bei sich zu suchen, so der Experte in der Zeitschrift „Human Resources Manager“ (Ausgabe 06/2013). dpa

Burn-out gefährdet?

Risiko per Online-Test ermitteln

Arbeitnehmer können noch bis zum 15. Februar kostenlos im Netz ihr eigenes Burn-out-Risiko ermitteln lassen. Ein Forscherteam an der Ruhr-Universität Bochum hat einen entsprechenden Test entworfen. Er steht im Internet unter: https://www.testentwicklung.rub.de/belastung/?q=pBBI-R1&r=7_He_1_5. dpa

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