NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Existenzgründung:

Migranten sind häufig selbstständig

Jeder zwanzigste Migrant in Deutschland hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren eine eigene Firma gegründet oder damit begonnen, sich selbstständig zu machen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und das Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover veröffentlicht hat. Damit sind Migranten im Durchschnitt ebenso oft Existenzgründer wie Deutsche. Zuwanderer aus westlichen und nördlichen Nachbarstaaten bauen nach wie vor häufiger ein eigenes Unternehmen auf als Deutsche. Zudem spielt bei der Entscheidung zur Selbstständigkeit der Bildungsabschluss eine wichtige Rolle. Hochschulabsolventen sind demnach deutlich öfter Gründer als Menschen ohne Studium. Der Unterschied zwischen den Personengruppen beträgt drei Prozent. Die Auswertung basiert auf Daten des Global Entrepreneurship Monitors (GEM). Darin werden jährlich internationale Daten zu Gründungsaktivitäten erhoben. 2012 beteiligten sich 69 Länder am GEM. Die Auswertungen für Deutschland basieren auf knapp 15 000 Interviews in den Jahren 2010 bis 2012. epd

Später Start:

Ausbildung für 31 000 Arbeitslose

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Bilanz ihrer Initiative gezogen, jungen Arbeitslosen ohne Berufsabschluss zu einer Ausbildung zu verhelfen. Im Jahr 2013 hätten 31 000 junge Arbeitslose eine Ausbildung begonnen, sagte der zuständige BA-Vorstand Heinrich Alt „Welt Online“. Für die Initiative „Spätstart“ investierten die Jobcenter nach seinen Angaben 500 Millionen Euro. Junge Erwachsene ohne Berufsabschluss kämpften „mit großen Hürden im Arbeitsleben“, sagte Alt der Zeitung. Jeder von ihnen habe noch 30 bis 40 Jahre bis zur Rente und verdiene eine zweite Chance. Hierzulande haben 1,5 Millionen junge Menschen zwischen 25 und 35 Jahren keinen Beruf erlernt. Die Hälfte von ihnen ist arbeitslos. Eingestellt werden diese Arbeitskräfte häufig nur befristet als Hilfskräfte oder Minijobber – danach landen sie wieder im Jobcenter. „Diesen Drehtüreffekt wollten wir entgegenarbeiten und für stabile Erwerbsbiografien sorgen“, sagte Alt. dpa

Machtspiele im Büro:

Besser auch mal unfreundlich sein

Im Privatleben zahlt es sich aus, nett, freundlich und höflich zu sein. Doch im Job haben solche Tugenden häufig nicht viel Gewicht. Wer zu nett ist, wird schnell zum Spielball intriganter Kollegen. „Die meisten von uns sind so sozialisiert, hilfsbereit zu sein“, erklärt Karrierecoach Natalie Schnack aus Ahrensburg in Schleswig-Holstein. Doch wer nicht lerne, auch mal die Krallen auszufahren, könne von denen, die nicht so sozialisiert sind, schnell ausgenutzt werden. Kompetenz oder Qualifikationen spielten dabei kaum eine Rolle. Vielmehr gehe es um Machtspiele.  dpa

Elterngeld:

Wo man es beantragt

Die Stellen, bei denen Berufstätige Elterngeld beantragen, variieren je nach Bundesland. „Zuständig sind die Familienkassen, und die sind in jedem Land jemand anderem zugeordnet“, erklärt Marc Kinert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In Berlin sind es beispielsweise die Jugendämter, in Niedersachsen die Landkreise und Städte. Eine Liste der zuständigen Stellen gibt es auf der Internetseite des Ministeriums. dpa

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