NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Lokführer drohen mit Streik

Berlin - Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) droht im Streit um den sogenannten Demografie-Tarifvertrag mit Streiks. „Wir sind bereit für einen Arbeitskampf“, sagte der Vorsitzende der 34 000 Mitglieder zählenden Organisation, Claus Weselsky, der „Saarbrücker Zeitung“. Die Friedenspflicht laufe am 15. Januar ab. Er rechne nicht mit einem Angebot der Arbeitgeber. Die GDL fordert unter anderem eine Lizenzverlustversicherung für alle Lokomotivführer. „Wer zum Beispiel durch einen Selbstmord auf den Gleisen traumatisiert ist und nicht mehr fahren kann, muss geschützt sein.“ dpa

Arme können Strom nicht zahlen München - Die steigenden Strompreise bringen einkommensschwache Haushalte in finanzielle Schwierigkeiten. Bei den 3,3 Millionen Hartz-IV-Haushalten werde die monatliche Stromrechnung 2014 um gut ein Fünftel höher ausfallen als die staatlichen Leistungen für Elektrizität, meldete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine Untersuchung des Vergleichsportals Verivox. Demnach hat etwa ein Drittel der Versorger angekündigt, die Preise zu erhöhen. Im neuen Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger sind 32,69 Euro für Strom und Instandhaltung der Wohnung vorgesehen. Ein Single- Haushalt benötige aber durchschnittlich allein 39,42 Euro für Strom. AFP

Eon verkauft weitere Firmenanteile

Prag/Frankfurt - Der Energiekonzern Eon hat kurz vor Jahresende eine weitere Beteiligung verkauft. Der tschechische Energieversorger EHP teilte mit, er habe Eon dessen Paket von 40 Prozent an der slowakischen Gaslagerungsfirma Nafta abgekauft. Die Mehrheit an Nafta liegt beim slowakischen Gaskonzern SPP. Eon bestätigte den Verkauf, machte aber keine Angaben zum erzielten Kaufpreis. Das Unternehmen leidet unter einem hohen Schuldenberg und kämpft mit schwachen Gewinnen im Stromgeschäft. rtr

Bayern-LB-Streit geht in neue Runde

München - Der Streit zwischen der Bayern LB und ihrer ehemaligen Tochter Hypo Group Alpe Adria um die Rückzahlung von Krediten hat eine neue Dimension erreicht. Während es bislang um den Ausfall von Zinszahlungen in Millionenhöhe ging, blieb nun auch eine Tilgungszahlung in Höhe von 1,8 Milliarden Euro von der HGAA an die Bayern LB aus. Die Zahlung wäre zum 31. Dezember fällig gewesen. Die HGAA müsse die Kredite „aufgrund der gültigen Rechtslage in Österreich vollständig einbehalten“, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Die Banken streiten seit November vor Gericht. dpa

Ikea will jedes vierte Möbel bauen

Düsseldorf - Ikea hat ehrgeizige Wachstumspläne für den Möbelmarkt in Deutschland. „Wir haben einen Marktanteil von 13 Prozent. 25 Prozent sind realistisch“, sagte Peter Betzel, Geschäftsführer von Ikea Deutschland, dem Handelsblatt. Dafür veranschlagt Betzel einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren. Große Hoffnung setzt der aus Schweden stammende Möbelhändler in den Onlinehandel sowie in die Eröffnung weiterer Einrichtungshäuser: Er sieht Potenzial für 20 bis 25 zusätzliche Standorte. In ein bis zwei Jahren soll das komplette Sortiment auch im Webshop erhältlich sein. HB

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