NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Google-Tochter Nest will Transparenz

München - Der Gründer der Firma Nest, die vernetzte Thermostate und Rauchmelder entwickelt, könnte sich nach dem Verkauf an Google einen engeren Datenaustausch mit dem Internet-Konzern vorstellen. „Wir haben ganz klar gesagt, dass Nest-Daten nur für Nest-Produkte verwendet und nicht mit den restlichen Google-Daten zusammengerührt werden“, betonte Tony Fadell am Montag auf der Innovationskonferenz DLD in München. „Mit der Zeit kann es sicherlich auch erhebliche Synergieeffekte geben. Aber wenn das passieren sollte, werden wir unsere Nutzer transparent darüber informieren und sicherstellen, dass sie dem erst zustimmen müssen.“ Google hatte vergangene Woche den Kauf von Nest für 3,2 Milliarden Dollar angekündigt. dpa

BASF baut in Südkorea

Frankfurt am Main - BASF zielt mit einer neuen Kunststoffanlage in Südkorea auf den wachsenden asiatischen Markt. Mit der Anlage für den Kunststoff Ultrason hat BASF vor allem die Elektronikindustrie in Südkorea, Japan und China im Blick, teilte der weltgrößte Chemiekonzern am Montag mit. Ultrason ist ein hitzebeständiges Plastik, das neben der Elektronikindustrie auch in der Autobranche und in der Luftfahrt-Industrie eingesetzt wird. Die neue Anlage im koreanischen Yeosu hat einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag gekostet und soll 6000 Tonnen des Kunststoffs im Jahr produzieren können. rtr

Drei Milliarden für PSA

Paris - Für den schwächelnden französischen Autohersteller PSA rückt finanzielle Hilfe in greifbare Nähe: Der Aufsichtsrat gab jetzt grünes Licht für einen Einstieg des chinesischen Konzerns Dongfeng und des französischen Staates. Beide sollen über eine Kapitalerhöhung insgesamt drei Milliarden Euro frisches Geld in das Unternehmen pumpen, hieß es in der Nacht zum Montag aus informierten Kreisen in Paris. Über die genauen Modalitäten des Einstiegs habe der Aufsichtsrat noch keine Entscheidung getroffen. Frankreichs größter Autobauer hofft aber, bei der Vorstellung der Jahresbilanz am 19. Februar die Grundzüge einer Übereinkunft präsentieren zu können. AFP

Telefonieren für einen guten Zweck

München - Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will eine aktive Rolle bei einem ungewöhnlichen britischen Mobilfunk-Anbieter übernehmen. Er sei eine strategische Beteiligung am Telekom-Dienst The Peoples Operator (TPO) eingegangen und als Co-Vorsitzender in den Verwaltungsrat eingetreten, sagte Wales am Montag auf einer Innovationskonferenz. TPO spendet zehn Prozent der Mobilfunk-Rechnung direkt für von dem Kunden bestimmte Zwecke. Zudem geht ein Viertel des Gewinns in eine Stiftung, die wohltätige Zwecke unterstützt. Der monatliche Durchschnittsumsatz pro Kunde liege bei 13 Dollar, sagte Wales. dpa

Bayer macht Milliarden-Angebot

Leverkusen - Der Pharmakonzern Bayer treibt die milliardenschwere Übernahme des norwegischen Krebsspezialisten Algeta voran. Das Leverkusener Unternehmen veröffentlichte am Montag das offizielle Übernahmeangebot. Die Algeta-Aktionäre haben nun bis zum 24. Februar Zeit, sich für oder gegen die Annahme zu entscheiden. In der Offerte wird das Unternehmen, das 2013 in den ersten drei Quartalen gerade einmal 69 Millionen Euro Umsatz machte, mit 1,9 Milliarden Euro bewertet. Den Gesamtwert der Transaktion bezifferte der Konzern sogar auf 2,1 Milliarden Euro. Die Führungsspitze von Algeta empfiehlt den Aktionären die Annahme. dpa

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