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EU-Schuldenstand gesunken



Luxemburg - Der Schuldenstand der Euro-Staaten ist erstmals seit fast sechs Jahren gesunken: Die öffentlichen Schulden der Mitgliedstaaten betrugen zum Ende des dritten Quartals des vergangenen Jahres 92,7 Prozent der Wirtschaftskraft der Euro-Zone, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im Vorquartal hatte der Wert noch bei 93,4 Prozent gelegen. Im Durchschnitt liegt der Schuldenstand der Eurozone aber immer noch weit über dem EU-Grenzwert von 60 Prozent. Die größte Schuldenlast haben Griechenland mit fast 172 Prozent und Italien mit knapp 133 Prozent. Deutschland liegt bei 78,4 Prozent. AFP

Fluglotsen planen Streik

Frankfurt am Main - Flugpassagieren drohen nächste Woche wegen Fluglotsenstreiks in Europa Verspätungen und Flugausfälle. Vor allem in Frankreich, Italien und Deutschland könnte der Flugverkehr dadurch aus dem Takt geraten. Die deutschen Fluglotsen planen für kommenden Mittwoch einen einstündigen Ausstand. Damit wollen die Flugkontrolleure gegen eine von der EU-Kommission vorangetriebene Reform der europäischen Luft- raumüberwachung demonstrieren. rtr

Thalia hat Interesse an Weltbild

Augsburg - Nach der Insolvenz der Verlagsgruppe Weltbild werden erste Interessenten für das der katholischen Kirche gehörende Unternehmen bekannt. Einem Bericht des „Manager Magazins“ zufolge ist der Besitzer der Thalia-Kette, Advent, interessiert. Auch der Kölner Verlag Bastei-Lübbe bekräftigte sein Interesse. „Sollte es zur Zerschlagung des Unternehmens kommen, könnten wir möglicherweise Teile des Onlinegeschäfts weiterführen“, sagte Bastei-Vorstandschef Thomas Schierack der „Zeit“. dpa

Verbot von Leerverkäufen rechtens

Luxemburg - Im Rechtsstreit um Kompetenzen der europäischen Börsenaufsicht ESMA hat Großbritannien eine Schlappe erlitten. Der Europäische Gerichtshof urteilte am Mittwoch, die Aufseher dürften in Krisensituationen sogenannte Leerverkäufe verbieten. Darunter versteht man riskante Börsenwetten, bei denen ein Händler Wertpapiere verkauft, die er zum Verkaufszeitpunkt nicht besitzt. Während der Finanzkrise waren Leerverkäufe in die Kritik geraten, weil sie die Kurse mächtig ins Rutschen brachten. dpa

Wieder Banken im Visier der EU

Brüssel - Wegen des Verdachts auf Zinsmanipulationen beim Schweizer Franken hat die EU-Kommission einem Insider zufolge eine Untersuchung gegen mehrere Banken eingeleitet. Betroffen seien unter anderem UBS, Credit Suisse und Royal Bank of Scotland, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Es seien aber noch weitere Geldhäuser im Visier der EU-Wettbewerbshüter. Um welche Banken es sich dabei handelt, blieb zunächst unklar. rtr

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