NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Fast 30 Millionen prüfen ihre E-Mail

Bonn - Seit Bekanntwerden des gigantischen Datendiebstahls bei Millionen deutscher E-Mail-Konten im Januar haben 29,3 Millionen Nutzer mit Hilfe der eingerichteten Website überprüft, ob sie betroffen waren. Bei 1,57 Millionen dieser Anfragen habe das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Warnung verschickt, da sich die Adressen unter den rund 16 Millionen gestohlenen Identitäten befanden, teilte die Behörde am Dienstag mit. Das BSI hatte am 21. Januar öffentlich gemacht, dass die gestohlenen Zugangsdaten von 16 Millionen E-Mail-Fächern entdeckt worden seien. AFP

Gericht straft Kabel Deutschland ab

München/Berlin - Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland darf keine Werbepost an Verbraucher senden, die das ausdrücklich nicht wünschen. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts München hervor (Az.: 29 U 2881/13). Das Unternehmen hatte einem Mann den Anschluss an ein Glasfasernetz angeboten, was dieser in einer E-Mail in deutlichen Worten ablehnte. Darin bat er auch darum, ihm keine Werbung mehr zuzusenden. Weil der Mann jedoch per Postwurfsendung weitere Werbesendungen des Unternehmens erhielt, wandte er sich an den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Die Verbraucherschützer mahnten das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Dienstag zunächst ab und verklagten es schließlich. dpaOLG MÜNCHEN]

Lösungen für Langzeitarbeitslose

Berlin - OLG MÜNCHEN]Seit zwei Jahren ist bei der Langzeitarbeitslosigkeit keine Besserung in Sicht. Laut Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, sind drei Millionen erwerbsfähige Menschen seitdem dauerhaft auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Damit mehr Menschen einen Arbeitsplatz finden und behalten, sollen die Berater der Jobcenter besser ausgebildet und die Angebote stärker auf den Kunden zugeschnitten werden. Zudem könnten ehrenamtliche Paten die Betroffenen bei ihrer Suche unterstützen. /OLG MÜNCHEN]röv

Bafin wusste über Prokon Bescheid

Düsseldorf/Berlin - Die Finanzaufsicht Bafin wusste von den Problemen des Windparkbetreibers Prokon. Ein Briefwechsel aus dem Jahr 2008, der dem „Handelsblatt“ vorliegt, offenbart, dass Prokon neue Anlegergelder einsammeln musste, um alte Gesellschafter auszuzahlen. Doch obwohl die Bafin vielerlei Forderungen an Prokon stellte, obwohl sie schrieb, sie könne „förmlich, gebührenpflichtig und unter Zwangsgeldandrohung die Fortführung des Einlagengeschäfts untersagen“, tat sie genau dies nicht. Die Bafin hielt still – bis zu Prokons Insolvenz 2014. Nach Ansicht von Gerhard Schick, dem finanzpolitischen Sprecher der Grünen, hätte die Bafin Alarm schlagen müssen, nachdem ihr die Probleme bei Prokon auffielen. HB

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