Wirtschaft : NACHRICHTEN

Telefongesellschaft muss Daten nicht mehr auf Vorrat speichern

Düsseldorf - Die Vorratsdatenspeicherung bei Telefongesellschaften steht in ihrer jetzigen Form auf der Kippe. Grund ist eine erfolgreiche Klage des Geschäftskundenanbieters BT. Der hatte sich geweigert, die Sprachdaten seiner Kunden aufzubewahren, ohne dass ihm der Bund die dadurch anfallenden Kosten ersetzt. Das Verwaltungsgericht Berlin gab dem Unternehmen nun recht und setzte die Vorratsdatenspeicherung per einstweiliger Anordnung aus. „Das Gericht hat sehr deutlich gemacht, dass der Bund die Industrie nicht grenzenlos für hoheitliche Aufgaben im Bereich der Terrorbekämpfung in Anspruch nehmen kann, ohne gleichzeitig adäquate Entschädigungsregeln vorzusehen“, sagt Felix Müller, Regulierungschef von BT. Das Vorratsdatenspeicherungsgesetz ist seit Januar in Kraft und verpflichtet die Unternehmen, alle Gesprächsdaten sechs Monate lang auf Vorrat zu speichern. HB

TU Berlin besetzt von der Telekom finanzierte Juniorprofessur

Berlin - Die Technische Universität Berlin hat Gesche Joost als Juniorprofessorin für das Fachgebiet Interaction Design & Media der TU Berlin berufen. Finanziert wird die Juniorprofessur von der Telekom. Joost leitet seit 2005 das Design Research Lab an den Deutsche Telekom Laboratories, dem Forschungs- und Entwicklungsinstitut der Telekom an der TU Berlin. Joost, seit 2006 Mitglied im persönlichen Beraterkreis von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), will sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Rolle dem Design als Schnittstelle zwischen öffentlichen Räumen und der Informations- und Kommunikationstechnologie zukommt. Tsp

Gewerkschaft NGG zeichnet

Günter Wallraff für Lebenswerk aus

Berlin - Der Journalist Günter Wallraff ist von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Wallraff beleuchte Missstände, wecke Betroffenheit und gebe Anstöße für Veränderungen in der Arbeitswelt, begründete die stellvertretende NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger am Dienstag die Vergabe des mit 5000 Euro dotierten Preises an den 66-Jährigen. Der Autor habe allen Mut gemacht, sich für bessere Arbeitsbedingungen starkzumachen und für Tarifverträge zu streiten. Wallraff ist vor allem durch seine verdeckten Recherchen etwa als „Bild“- Reporter bekannt geworden. jul

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