Wirtschaft : NACHRICHTEN

20 Banken wollen Hilfe

München - In Deutschland wollen mehr Banken auf das Rettungspaket des Bundes zugreifen als bisher bekannt. Derzeit lägen rund 20 Anträge vor, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Walther Otremba bei einer Tagung des Bayerischen Bankenverbandes in München. Dabei gebe es keinen Schwerpunkt auf öffentliche oder private Banken. „Das ist eine bunte Mischung.“ Die Namen der Banken nannte er nicht. Otremba ist Mitglied des Lenkungsausschusses, der über Hilfen für Problembanken befindet. Bekannt geworden war bisher, dass die Institute Commerzbank, BayernLB, HSH Nordbank sowie der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate Geld aus dem 500-Milliarden-Euro Hilfspaket wollen. dpa

Bundestag billigt VW-Gesetz

Berlin - Gegen den Widerstand der EU-Kommission und des Großaktionärs Porsche hat der Bundestag das umstrittene neue VW-Gesetz verabschiedet. Die Novelle, die das Parlament am Donnerstagabend mit großer Mehrheit billigte, garantiert dem Land Niedersachsen als zweitgrößtem Aktionär weiterhin ein Vetorecht bei dem Autobauer. Nun rückt eine neue Klage der EU-Kommission gegen das VW-Gesetz näher. Brüssel kritisiert die auch in der Neufassung des Gesetzes vorgesehene Sperrminorität von 20 Prozent. Sie sichert Niedersachsen, das gut 20 Prozent der Aktien hält, bei wichtigen Fragen ein Vetorecht. dpa

Zimmermann bleibt DIW-Präsident

Berlin - Der Ökonom Klaus Zimmermann bleibt bis Ende 2014 Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Das Kuratorium des Instituts beschloss am Donnerstag in Berlin, den 55-Jährigen für eine dritte fünfjährige Amtsperiode, die Anfang 2010 beginnt, an der Spitze des DIW zu verpflichten. Zimmermann steht seit Januar 2000 an der Spitze des DIW. Der Volkswirtschaftsprofessor Ansgar Belke (43) von der Universität Duisburg-Essen wird neuer Vizepräsident als Nachfolger von Georg Meran, der an die Technische Universität Berlin zurückgekehrt ist. Tsp

Europas Automarkt bricht ein

Frankfurt am Main - Die Auto-Neuzulassungen in Europa sind im Oktober um 15 Prozent auf 1,1 Millionen Fahrzeuge eingebrochen. Schuld seien die Konjunkturkrise sowie die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe, erklärte der Verband der Automobilindustrie (VDA). Er forderte die Banken auf, Autozulieferern die nötigen Kredite zu gewähren. Mit der niedersächsischen Firma Gimotive/Stankiewicz steht ein erster größerer Zulieferer bereits auf der Kippe, 1300 Stellen sind gefährdet. Die Milliarden würden nicht gezahlt, um nur die Bankbilanzen zu verbessern, findet der VDA. dpa

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