Wirtschaft : NACHRICHTEN

Mercedes-Mitarbeiter sollen gezielt fehlerhafte Autos produziert haben

Stuttgart - Mehrere Mitarbeiter des Mercedes-Werks Sindelfingen stehen unter Verdacht, mit Absicht fehlerhafte Fahrzeuge produziert zu haben, um einer externen Nacharbeitungsfirma Aufträge zuzuschanzen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte am Sonntag einen „Focus“-Bericht, dass ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere Beschäftigte aufgenommen wurde. Der Konzern wolle bei der Aufklärung des Falles mithelfen, sagte ein Daimler-Sprecher auf Anfrage. Dem Bericht zufolge sollen die Daimler-Mitarbeiter im Gegenzug in den vergangenen Jahren wertvolle Sachgeschenke und Luxusreisen erhalten haben. dpa

Ackermann: Vergütungssystem bei Banken muss überdacht werden

Zürich - Angesichts der Finanzkrise sieht Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann auch Handlungsbedarf bei den Gehalts- und Bonuszahlungen der Bankmanager. „Das bisherige Vergütungssystem bei vielen Banken muss überdacht werden“, sagte Ackermann der Schweizer „NZZ am Sonntag“. Zwar sollten Geschäftsleitungen und Verwaltungsrat die Vergütungen festlegen und nicht die Politik. Doch das Vergütungssystem sei „oftmals zu kurzfristig orientiert und zu stark an die Erträge und nicht an den Gewinn gebunden“ gewesen. Bei der Deutschen Bank denke man jetzt über ein mehrjähriges Bonus-Malus-System nach. dpa

Ex-HSH-Nordbank-Chef könnte Abfindungsansprüche verlieren

München - Dem zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden der angeschlagenen HSH Nordbank, Hans Berger, droht laut einem „Focus“-Bericht nachträglich die fristlose Kündigung. Der Aufsichtsrat werde am Montag über die Modalitäten des Berger-Abgangs entscheiden, heißt es. Derzeit prüften die Kontrolleure, ob dem Ex-Chef bei seinen Risikogeschäften „schuldhaftes Fehlverhalten“ vorgeworfen werden könne. Bei einem Rauswurf würde Berger alle Abfindungsansprüche verlieren. Dabei geht es laut „Focus“ um Gehaltszahlungen bis zum Vertragsende in Höhe von mehr als 500 000 Euro. AFP

Nordrhein-Westfalen treibt Fusion der Landesbanken voran

Düsseldorf - NRW-Finanzminister Helmut Linssen (CDU) treibt die von den Sparkassen geplante Fusion der Landesbanken nun ebenfalls voran. Es sei „vorstellbar und wünschenswert, dass die Konsolidierung zu einer Konzentration auf zwei oder drei Landesbanken in Deutschland führt“, sagte Linssen dem „Handelsblatt“. Bisher hatte die Landesregierung in Düsseldorf eine Zerschlagung der teilweise landeseigenen WestLB, wie jetzt von den Sparkassen gefordert, stets ausgeschlossen. HB

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