Wirtschaft : NACHRICHTEN

US-Börsen schließen tief im Minus

New York - Sorgen über die Zukunft der drei großen Automobilkonzerne und die konjunkturelle Entwicklung haben die US-Börsen am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte rutschte 5,1 Prozent in die Tiefe. In einem Ausverkauf zum Handelsende durchbrach er die Marke von 8000 Punkten und schloss mit 7997 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit einem Minus von 6,5 Prozent aus dem Tag und einem Stand von 1386 Punkten. Die US-Notenbank Fed schließt wegen der düsteren Wirtschaftsperspektiven eine weitere Zinssenkung nicht aus. Trotz der jüngsten Senkung blieben Abwärtsrisiken für die Konjunktur, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Sitzungsprotokoll der Fed vom 29. Oktober. Für nächstes Jahr erwartet die Fed, dass das Bruttoinlandsprodukt möglicherweise um 0,2 Prozent schrumpft und maximal um 1,1 Prozent zulegt. Ende Oktober hatte die Fed den Leitzins auf ein Prozent gesenkt. rtr

LBBW will Milliardenhilfen

Stuttgart - Auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will sich von ihren Eignern und vom Bund helfen lassen. Die größte deutsche Landesbank soll sowohl eine Kapitalspritze der Eigner bekommen als auch Bundesgarantien für Kredite in Anspruch nehmen, hieß es am Mittwoch in Stuttgart. Die Kapitalspritze könne vier bis sechs Milliarden Euro betragen. Damit soll die Eigenkapitalquote von 7,3 Prozent auf neun bis zehn Prozent erhöht werden. Die Quote spiegelt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und ausgegebenen Krediten wider. Zur Absicherung von Krediten könnte die Bank zudem Garantien des Bundes von 20 bis 30 Milliarden Euro beanspruchen. Am Freitag wollen die Haupteigentümer der LBBW – Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart und die regionalen Sparkassen – über die Hilfen entscheiden.dpa

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