Wirtschaft : NACHRICHTEN

Ölpreis fällt unter 50 Dollar

New York/London/Wien - Der Ölpreis ist erstmals seit dreieinhalb Jahren unter die Marke von 50 Dollar gesunken. Ein Fass (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI zur Dezemberauslieferung fiel im Nachmittagshandel zeitweise auf bis zu 49,91 Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit Mai 2005. Zuletzt stieg der Preis wieder etwas und notierte bei 50,50 Dollar. Das waren aber noch 3,12 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Im Juli hatte der Preis bei 150 Dollar gelegen. In London kostete ein Fass der Nordseesorte Brent am Donnerstag 48,20 Dollar, auch das war der niedrigste Preis seit Mai 2005. Für die deutschen Verbraucher wird inzwischen das Heizöl immer preiswerter. 100 Liter kosteten am Donnerstag 62,90 Euro und damit 4,30 Euro weniger als noch vor einer Woche, teilte der Energie Informationsdienst (EID) mit. dpa

Keine Krise in der IT-Branche

Darmstadt - Die Informations- und Kommunikationsbranche (ITK) in Deutschland sieht sich von der Finanzkrise noch kaum betroffen. Die Unsicherheit nehme aber zu, sagte der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, August- Wilhelm Scheer, auf dem 3. Nationalen IT-Gipfel in Darmstadt. „Ich sehe aber keinen Grund zur Panikmache. Unser Ziel ist es, gestärkt aus der Krise hervorzugehen und in zwei Jahren besser dazustehen als heute.“ In einer Bitkom-Umfrage gaben 72 Prozent der Unternehmen an, sie sähen noch keine Auswirkungen der Krise. Um die ITK-Unternehmen im Abschwung zu stützen, forderte er die öffentliche Hand auf, wieder zu investieren. Bund, Länder und Kommunen sollten Projekte beschleunigt angehen, die seit Jahren anstünden, etwa die Gesundheitskarte oder eine bessere Ausstattung von Schulen und Behörden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte der Branche ihre Unterstützung zu. Der Ausbau der Breitbandnetze solle schnellstens vorangebracht werden, auch in dünn besiedelten Gebieten. dpa

Sarkozy schafft Interventionsfonds

Paris - Frankreich schafft einen Fonds mit 20 Milliarden Euro Kapital, um französische Unternehmen bei der Entwicklung zu fördern oder vor ausländischen Übernahmen zu schützen. Der Fonds werde bei der Staatsbank Caisse des Dépôts (CDC) angesiedelt, sagte Präsident Nicolas Sarkozy. Der Staat werde Beteiligungen an Unternehmen wie Renault und Air France in den Fonds einbringen. Der französische Interventionsfonds wird damit deutlich kleiner als geplant. Ursprünglich war eine Kapitalausstattung von 100 Milliarden Euro angestrebt worden. dpa

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