Wirtschaft : NACHRICHTEN

Hoffnung für Kaupthing-Kunden

Berlin/Helsinki - Die rund 30 000 deutschen Kunden der angeschlagenen isländischen Großbank Kaupthing können auf eine rasche Rückzahlung ihrer bisher blockierten Spargelder hoffen. Dies zeichnet sich nach der Einigung Islands mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen Milliardenkredit ab. Deutschland, Großbritannien und die Niederlande sprachen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung von Islands Zusage, seinen Verpflichtungen gegenüber Sparern nachzukommen und „eine angemessene, gleichberechtigte und faire Behandlung der Gläubiger sicherzustellen“. Der IWF gewährt Island einen Kredit in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar. Auch die vier skandinavischen Länder Finnland, Dänemark, Norwegen und Schweden wollen Island 2,5 Milliarden Dollar bereitstellen. dpa/AP

Konzerne zahlen hohe Dividenden

Düsseldorf - Trotz düsterer Wirtschaftsperspektiven schütten die meisten Unternehmen auch 2009 üppige Dividenden aus. Das zeigen gemeinsame Berechnungen der Landesbank Baden-Württemberg und des „Handelsblatts“. Danach werden die 30 größten deutschen Konzerne im Frühjahr 24 Milliarden Euro an ihre Aktionäre weiterreichen - nur zehn Prozent weniger als 2008. Grund für das Minus sind vor allem Ausfälle bei den Banken. Zwar schlagen die Firmenvorstände der Hauptversammlung erst im Winter oder Frühjahr vor, wie viel sie für das abgelaufene Geschäftsjahr ausschütten wollen. som (HB)

GE wirbt um Investoren

Hamburg - Der US-Mischkonzern General Electric (GE) will weitere asiatische Staatsfonds als Großaktionäre und Projektpartner gewinnen. GE spreche unter anderem mit den Staatsfonds Temasek und GIC aus Singapur sowie CIC und Safe aus China, sagte GE-International- Chef Ferdinando Beccalli-Falco der „Financial Times Deutschland“. Diese Investoren hielten bisher keinen oder nur einen kleinen Anteil am Unternehmen. Im Juli hatte GE eine enge Zusammenarbeit mit dem Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi angekündigt. Auch der deutsche GE-Konkurrent Siemens spricht nach früheren Aussagen mit ausländischen Staatsfonds über einen Einstieg. dpa

BASF-Chef nutzt Kurseinbruch

Frankfurt am Main - BASF-Chef Jürgen Hambrecht hat den jüngsten Kurseinbruch nach der Gewinnwarnung des Unternehmens zum Aktienkauf genutzt. Insgesamt erwarben der BASF-Chef und seine vier Kinder am Mittwoch für rund 139 000 Euro 6300 BASF-Aktien zu Kursen zwischen 22,06 und 22,14 Euro. Das geht aus Pflichtmitteilungen des Unternehmens hervor. Der BASF-Kurs war am Mittwoch nach der zweiten Gewinnwarnung des Unternehmens innerhalb kurzer Zeit zeitweise um 18 Prozent eingebrochen. Auch die BASF-Vorstände Stefan Marcinowski und Andreas Kreimeyer nutzten die Gelegenheit, Aktien zu kaufen. rtr

Gagfah rutscht in die Verlustzone

Frankfurt am Main - Der Wohnungskonzern Gagfah ist im dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Das mehrheitlich im Besitz des Finanzinvestors Fortress stehende Unternehmen machte dafür steigende Kosten zum Erhalt ungenutzter Wohnungen und höhere Steuern verantwortlich. Unter dem Strich stand ein Minus von 16,3 Millionen Euro nach einem Gewinn von 70,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Zuletzt standen 4,7 Prozent der zu großen Teilen in Dresden und Berlin liegenden Gagfah-Wohnungen leer. Die Mieteinnahmen stiegen im dritten Quartal um sechs Prozent auf 252,8 Millionen Euro. rtr

Wasserbetriebe investieren

Berlin - Die Berliner Wasserbetriebe wollen bis zum Jahr 2020 mindestens drei Milliarden Euro in die Erhaltung der Infrastruktur sowie die Verbesserung der Umweltqualität investieren. Das sehen die Investitionsstrategien für die Wasserver- sowie für die Abwasserentsorgung vor, die der Vorstand erarbeitet hat, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei), der zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates ist, kündigte an, dass 85 Prozent der Aufträge der Wasserbetriebe an Unternehmen in der Region vergeben werden.ddp

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