Wirtschaft : NACHRICHTEN

Hilfen für Hypo Real und Nordbank

München - Immer mehr angeschlagene deutsche Banken rufen nach Milliardenhilfen des Staates. Die Immobilienbank Hypo Real Estate erhält aus dem Rettungsfonds des Bundes zunächst Garantien über 20 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Die Maßnahme unterstütze die Liquiditätssituation. So könnten die staatlichen Garantien zur Besicherung von auszugebenden Schuldverschreibungen genutzt werden, die spätestens zum 15. Januar 2009 zur Rückzahlung fällig sind. Auch die HSH Nordbank erklärte, dass sie staatliche Liquiditätsgarantien in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro erhalte. rtr

Verkaufsgerüchte bei Citigroup

New York - Der einst weltgrößte Finanzkonzern Citigroup prüft unter dem Druck eines dramatischen Kurssturzes laut US-Medienberichten seine eigene Zerschlagung. Die Bank erwäge mehrere Notfallszenarien wie den Verkauf von großen Teilen oder sogar des gesamten Konzerns. Citigroup-Chef Vikram Pandit sagte am Freitag in einer internen Telefonkonferenz, er wolle den Konzern nicht zerteilen. Die Bank habe ausreichend Kapital. Das Hauptproblem sei die Gerüchteküche. Analysten meinten, durch Teilverkäufe könne die Citigroup wieder manövrierfähiger werden. dpa

Kompromisskurs an der VW-Spitze

Wolfsburg - Im Streit um den Einfluss von Großaktionär Porsche im VW-Konzern sind der Sportwagenbauer und der VW-Betriebsrat in einer wichtigen Frage auf Kompromisskurs gegangen. Dabei geht es um Geschäfte zwischen den einzelnen Konzernmarken und Porsche. Die Arbeitsweise von zwei Aufsichtsratsausschüssen, die sich damit befassen, soll „optimiert“ werden. Darauf verständigte sich der Aufsichtsrat am Freitag. Porsche wollte zuvor einen in der vorigen Aufsichtsratssitzung eingerichteten Ausschuss wieder abschaffen, wonach Geschäfte zwischen Porsche und den VW- Marken nur mit Zustimmung des VW-Aufsichtsrates geschlossen werden dürfen. Diese Entscheidung bei der Sitzung des Kontrollgremiums im September hatte für einen Eklat gesorgt. Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte sich der Stimme enthalten und damit dem Antrag der Arbeitnehmerseite zum Erfolg verholfen.dpa

Airbus gliedert drei Werke aus

Hamburg - Beim europäischen Flugzeugbauer Airbus haben sich Vertreter von Management und Betriebsrat über die Bedingungen für die Ausgliederung von drei deutschen Werken geeinigt. Unter anderem soll es bis Ende 2013 keine betriebsbedingten Kündigungen in Varel, Nordenham und Augsburg geben, wie die IG Metall Küste und der Gesamtbetriebsrat von Airbus mitteilten. Zudem seien Arbeitspakete zugesagt und weitere Investitionen vereinbart worden. Airbus will mit der Ausgliederung der Werke in die Tochtergesellschaft Premium Aerotec den weltgrößten Zulieferer für Strukturbauteile in der Luftfahrt schaffen. AFP

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