Wirtschaft : NACHRICHTEN

Nur wenig mehr Arbeitslose erwartet

Berlin - Der Wirtschaftsabschwung wird nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit weniger stark auf dem Arbeitsmarkt durchschlagen als frühere Krisen. Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte der „Bild“-Zeitung, das BA-Forschungsinstitut rechne bei einem Schrumpfen der Wirtschaft um 0,5 Prozent mit 130 000 zusätzlichen Arbeitslosen im Jahresschnitt 2009. Dies sei der schlimmste Fall. Bei einem Nullwachstum sei lediglich mit 30 000 zusätzlichen Arbeitslosen zu rechnen. AP

Private Postfilialen länger geöffnet

Frankfurt am Main - Die Post stellt derzeit die Verträge mit ihren privaten Partnerfilialen um. Demnach müssen diese solange geöffnet sein wie das Stammgeschäft, in dem sie untergebracht sind. Ist dieses Geschäft eine 24-Stunden-Tankstelle, ist entsprechend auch die Filiale so lange geöffnet, sagte Postsprecher Martin Dopychai dem „Westfalen-Blatt“. Statt der bisher üblichen Pauschalbeträge richte sich die Bezahlung künftig nach dem Umsatz. Bereits über 90 Prozent der stehenden Verträge seien so umgewandelt. Der Postagenturnehmerverband (Pagd) kritisierte das Konzept. Er fürchtet, dass die Post-Partner künftig weniger verdienen. AP

Eon: Im Frühjahr beginnt Netzverkauf

Mailand - Der Energiekonzern Eon will laut Vorstandschef Wulf Bernotat im Frühjahr mit dem Verkauf seiner Fernleitungen beginnen. Es gebe bereits zahlreiche Interessenten, sagte Bernotat der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“. „Der Verkaufsprozess wird im Frühling beginnen, und es gibt viele strategische Investoren wie auch Finanzinvestoren, die interessiert sind.“ Darunter seien auch italienische Kandidaten, sagte Bernotat. Neben Eon ist auch der Versorger Vattenfall dabei, seine Netze zu verkaufen. Die Konkurrenten RWE und EnBW wollen ihre Leitungen behalten. rtr

Lettland braucht Rettungspaket

Brüssel - Nach Ungarn braucht nun auch Lettland als zweiter EU-Staat ein internationales Kreditpaket. Zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington werde nach einer Lösung gesucht, teilten der EU-Finanzministerrat und die EU-Kommission mit. Die Finanzkrise macht dem baltischen Land erheblich zu schaffen. Ein Betrag für die in Riga benötigte Hilfe wurde nicht genannt. Dem Vernehmen nach soll er deutlich geringer liegen als im Fall Ungarn. Budapest hatte unlängst von der EU 6,5 Milliarden Euro Unterstützung bekommen, um einen drohenden Staatsbankrott abzuwenden. dpa

Drei US-Banken zusammengebrochen

New York -  Als Folge der Finanzkrise sind am Wochenende drei weitere regionale Banken zusammengebrochen. Schwerwiegendster Fall war die Sparkasse Downey Savings & Loan mit Sitz in in Newport Beach (Kalifornien). Sie hatte eine Bilanzsumme von 12,8 Milliarden Dollar. Ihr Kollaps war insgesamt der drittgrößte in diesem Jahr in den USA. Insgesamt brachen damit seit Januar bisher 22 US-Banken zusammen. Experten rechnen mit weiteren Pleiten unter den noch rund 8400 Banken. dpa

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