Wirtschaft : NACHRICHTEN

Neues Hilfspaket für US-Wirtschaft

Washington - Die USA wollen die klammen Konsumenten des Landes mit einem gigantischen Hilfspaket zu mehr Ausgaben bewegen. Die Notenbank Federal Reserve setzt insgesamt rund 800 Milliarden Dollar ein, um den Amerikanern die Aufnahme von Krediten zu erleichtern und sie so zum Haus- oder Autokauf zu animieren. Die Fed kündigte am Dienstag an, für bis zu 600 Milliarden Dollar Hypotheken-Papiere aufzukaufen, um die Vergabe von Immobilien-Darlehen wieder in Schwung zu bringen. Ein weiteres Programm über 200 Milliarden Dollar soll den ausgetrockneten Markt für Konsumentenkredite wiederbeleben. Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist laut Handelsministerium im dritten Quartal um 0,5 Prozent geschrumpft. rtr

Geringeres Wachstum in China

Peking - Der Abschwung der Weltwirtschaft wird China nach Ansicht der Weltbank im kommenden Jahr voll treffen. Die Finanzinstitution senkte ihre Wachstumsprognose für China auf den niedrigsten Wert seit 19 Jahren, wie aus dem Vierteljahresbericht der Weltbank hervorgeht. Die Wirtschaft der Volksrepublik wird demnach im kommenden Jahr voraussichtlich nur noch um 7,5 Prozent zulegen. Zuvor war die Weltbank für 2009 noch von 9,2 Prozent Wachstum ausgegangen. AFP

Siemens zahlt an BenQ-Gläubiger

München - Siemens hat sich mit dem Insolvenzverwalter seiner pleitegegangenen früheren Handy-Sparte BenQ Mobile auf einen Vergleich geeinigt. Der Münchener Konzern leiste eine Bruttozahlung von 300 Millionen Euro, teilte Siemens mit. Inklusive noch ausstehender Forderungen bleibe ein Nettobetrag von 255Millionen Euro, der in die Insolvenzmasse fließe. Eine Ergebnisbelastung im laufenden Geschäftsjahr ergebe sich nicht, da ausreichend Geld zur Seite gelegt worden sei. dpa

Arbeitskosten wachsen langsam

Berlin - Die Arbeitskosten in der deutschen Privatwirtschaft liegen EU-weit auf dem achten Platz, wie das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) errechnet hat. Demnach mussten deutsche Arbeitgeber im vergangenen Jahr pro geleistete Arbeitsstunde 28 Euro aufwenden. In Dänemark kostete die Arbeitsstunde mit im Schnitt 34,30 Euro am meisten, in Polen mit 6,90 Euro am wenigsten. Das IMK kritisierte, dass die Arbeitskosten in Deutschland in den vergangenen Jahren stets langsamer gewachsen sind als im EU-Schnitt. ysh

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