Wirtschaft : NACHRICHTEN

EU wirft Pharmafirmen Blockade vor

Brüssel - Die EU-Wettbewerbshüter werfen der Pharmaindustrie vor, die Einführung preiswerter Nachahmermedikamente zu behindern und den Gesundheitssystemen dadurch Milliardenschäden zu verursachen. Das Vorgehen der Konzerne verringere zudem Anreize für Innovationen, erklärte die EU-Kommission am Freitag. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, erste Ergebnisse einer Untersuchung zeigten, dass der Wettbewerb in der Pharmaindustrie nicht so gut funktioniere wie er sollte. So hätten die Gesundheitssysteme von 17 EU-Staaten in den Jahren 2000 bis 2007 drei Milliarden Euro sparen können, wenn Generika-Produkte schneller verfügbar gewesen wären. Zu Beginn der Untersuchung im Januar hatte sie bereits den Verdacht geäußert, dass die Firmen mit illegalen Absprachen und dem Missbrauch ihrer Patente den Marktstart günstiger Generika verzögert haben. rtr

Preise steigen nicht mehr so stark

Luxemburg/Brüssel - Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone ist im November deutlich auf 2,1 Prozent gesunken. Das gab das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg bekannt. Im Oktober waren die Verbraucherpreise in den 15 Euro-Ländern auf Jahressicht noch um 3,2 Prozent gestiegen. Damit liegt die derzeitige Teuerungsrate fast bei der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent, bei der für die EZB Preisstabilität herrscht. An der Teuerungsrate richten die Frankfurter Chefbanker ihre Geldpolitik aus. Beobachter rechnen bereits für die kommende Woche mit einer weiteren Senkung der Leitzinsen um mindestens 0,5 Prozentpunkte. dpa

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