Wirtschaft : NACHRICHTEN

Lufthansa übernimmt AUA

Frankfurt am Main - Die Deutsche Lufthansa kauft die angeschlagene Austrian Airlines. Zunächst übernehme die größte deutsche Fluggesellschaft für 366 000 Euro die Staatsbeteiligung von knapp 42 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der AUA und der Entwicklung der Lufthansa-Aktie könne sich dieser Betrag auf bis zu 162 Millionen Euro erhöhen. Der Lufthansa-Aufsichtsrat habe dem Zukauf am Mittwoch zugestimmt. Die Verträge sollen am Freitag unterzeichnet werden. rtr

Panne könnte Zumwinkel helfen

Berlin - Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel könnte bei seinem bevorstehenden Prozess wegen Steuerhinterziehung von einer Justizpanne profitieren. Ein Durchsuchungsbeschluss kam einen Tag zu spät, so dass einer von sechs Anklagepunkten wegen Verjährung fallen gelassen werden musste. Zumwinkel muss sich nach Angaben des Landgerichts Bochum nur für die Jahre 2002 bis 2006 verantworten. Die hinterzogene Summe fällt damit um rund 200 000 auf knapp eine Million Euro – also unter die Schwelle, für die der Bundesgerichtshof Bewährungsstrafen nahezu ausschließt. Allerdings sind laut BGH schon bei Beträgen ab 100 000 Euro „gewichtige Milderungsgründe“ für eine Verurteilung auf Bewährung nötig. Die Staatsanwaltschaft erklärte zudem, der Wegfall des einen Anklagepunktes werde sich nach allen Erfahrungen kaum auf das Gesamturteil auswirken. Der Prozess beginnt am 22. Januar. mod

Brüssel droht Telekomkontrolleuren

Brüssel/Bonn - Die EU-Kommission verlangt von der Bundesnetzagentur mehr Transparenz bei der Aufsicht von Handygebühren. Die deutsche Regulierungsbehörde solle unverzüglich eine detaillierte Übersicht zu den Entgelten abgeben, die sich Unternehmen untereinander berechnen, wenn Kunden in einem fremden Netz anrufen. Das teilte die EU-Behörde am Mittwoch in Brüssel mit. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, reagierte mit Befremden. Seine Behörde habe stets ihre Bereitschaft bekundet, der Kommission die Gebühren mitzuteilen. Sollte Deutschland die Daten nicht melden, will die Kommission rechtliche Schritte einleiten.dpa

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