Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bahn muss neu planen

Berlin - Die Bahn muss ihre mittelfristige Finanzplanung wegen der Wirtschaftskrise überarbeiten und dürfte auch deswegen vorerst keine Investoren für einen Einstieg gewinnen. Wie der Tagesspiegel am Freitag aus Aufsichtsratskreisen erfuhr, sollen die Geschäftszahlen des ersten Quartals 2009 abgewartet werden. Die neue Planung bis zum Jahr 2013 könne dann im Mai oder Juni vorgelegt werden. So kurz vor der Bundestagswahl im September werde eine Teilprivatisierung aber kaum gelingen, so dass sie frühestens 2010 wieder auf die Tagesordnung komme, hieß es in den Kreisen. Ein Bahn-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn schreibt in der Dezemberausgabe der Mitarbeiterzeitung „DB Welt“, der Vorstand werde weiter mit potenziellen Investoren reden und habe dafür die Rückendeckung der Bundesregierung. mod

Lufthansa unterzeichnet Vertrag

Wien - Die Deutsche Lufthansa hat nach monatelangem Tauziehen die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines AG gekauft. Die Vorstandsvorsitzenden der beiden Gesellschaften unterzeichneten am Freitagnachmittag in Wien ein entsprechendes Abkommen. Wie die für den Verkauf zuständige österreichische Industrieholding ÖIAG mitteilte, wird die AUA als eigene Marke mit einer eigenen Flotte in Wien erhalten bleiben. Für den von der ÖIAG gehaltenen Staatsanteil von rund 42 Prozent zahlt die Lufthansa einen Preis von 366 000 Euro. Sie muss gleichzeitig aber AUA-Schulden in Höhe von mindestens 500 Millionen Euro übernehmen. dpa

Telekom verschickt Warnungen

Berlin - Die Deutsche Telekom verschickt seit Freitag mit ihren Telefonrechnungen Datenschutzhinweise an etwa 2900 Kunden. Die Daten dieser Kunden waren vor kurzem bei dubiosen Adresshändlern aufgetaucht. Dabei handelte es sich zum Teil um Adress- und Kontodaten von Festnetzkunden der Telekom von Ende 2006 und Anfang 2007. Diese Daten sollen aber nach Angaben der Telekom zusätzlich mit Informationen aus anderen Quellen ergänzt worden sein. Rund 4000 dieser Datensätze waren dem „Stern“ zugespielt worden, der sie der Telekom zur Verfügung gestellt hat. „Um Sie vor einem möglichen Missbrauch zu schützen, informieren wir Sie umgehend über diesen uns vor kurzem bekannt gewordenen Sachverhalt“, schreibt die Telekom. „Wir bitten Sie daher vorsorglich und zu Ihrer eigenen Sicherheit Ihre Kontoauszüge zu überprüfen“, heißt es weiter. vis

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