Wirtschaft : NACHRICHTEN

OPEC drosselt Ölproduktion

Oran - Das Ölkartell Opec plant die größte Förderkürzung seiner Geschichte und will damit den Preisverfall stoppen. Der Tagesausstoß solle von Januar an um 2,2 Millionen Barrel (zu je 159 Litern) sinken, sagte Generalsekretär Abdullah al Badri am Mittwoch bei einem Opec- Treffen im algerischen Oran. Damit übertrafen die Förderländer ihre Ankündigungen um zehn Prozent. Dennoch gab der Ölpreis weiter nach und markierte in den USA mit 40,20 Dollar zeitweise den niedrigsten Stand des Jahres. Auch die Nordseesorte Brent verbilligte sich. AP/dpa

Kanzlerin spricht in Davos

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel wird beim Weltwirtschaftsforum in Davos Ende Januar eine programmatische Rede halten. Das erfuhr der Tagesspiegel aus Regierungskreisen. Das Treffen mit 1200 Teilnehmern aus mehr als 90 Ländern will Anstöße geben, wie sich die Welt nach der Wirtschaftskrise entwickeln soll. Merkel hat schon häufiger teilgenommen und 2007 die Eröffnungsansprache gehalten. Das übernimmt diesmal Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin. Auch Chinas Premier Wen Jiabao wird erwartet. Ob Vertreter der neuen US-Regierung kommen, ist nach Angaben des Forums noch offen. mod

Morgan Stanley schreibt Verlust

New York - Die Finanzkrise hat der US- Investmentbank Morgan Stanley im vergangenen Geschäftsquartal einen massiven Verlust beschert. Unter dem Strich stand auch wegen erneut hoher Abschreibungen ein Minus von 2,37 Milliarden Dollar (1,69 Milliarden Euro). Das Marktumfeld bleibe schwierig, warnte Bankchef John Mack am Mittwoch in New York. Das Minus fiel weit höher aus als erwartet, die Aktie kam schwer unter Druck. Erst am Vortag hatte der größere Konkurrent Goldman Sachs den ersten Quartalsverlust seit dem Börsengang vor fast zehn Jahren bekannt gegeben. Die beiden Häuser sind die einzigen großen Wall-Street-Investmentbanken, die ihre Unabhängigkeit bewahren konnten. dpa

BGH stärkt Rechte von Gaskunden

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof hat die Rechte der Kunden bei Gaspreiserhöhungen erneut gestärkt. Am Mittwoch kippte das Karlsruher Gericht eine Klausel in einem sogenannten Sondervertrag, die dem Versorger das Recht zur Anhebung der Preise einräumte und dafür pauschal auf die Regeln für Tarifkunden verwies. Die Klausel mache nicht deutlich, in welchem Umfang die Preise erhöht werden dürften, und benachteilige den Kunden, urteilte das Gericht (AZ: VIII ZR 274/06). Es gab damit einem Verbraucher recht, der sich gegen Preisanhebungen der Regionalgas Euskirchen gewehrt hatte. Der Berliner Versorger Gasag sieht keine Auswirkungen auf Verträge mit seinen Kunden. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs über eine Sammelklage von Gasag-Kunden stehe noch aus, sagte ein Gasag-Sprecher. kph/dpa

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