Wirtschaft : NACHRICHTEN

Obama nominiert Börsenaufseherin

Chicago - Vor dem Hintergrund der Finanzkrise hat der künftige US-Präsident Barack Obama wichtige Posten für die Finanzkontrolle besetzt. Zugleich warf er der scheidenden Regierung von George W. Bush vor, hinsichtlich der Kontrolle des Finanzsystems in den USA „mit offenen Augen geschlafen“ zu haben. Als neue Leiterin der mächtigen Börsenaufsicht SEC nominierte Obama die Finanzexpertin Mary Schapiro. Sie steht derzeit an der Spitze der für die Selbstregulierung der Wall Street zuständigen Branchenorganisation FINRA und arbeitete schon früher sechs Jahre lang für die SEC. Die 53-Jährige sei „schlau und hart in der Sache“, sagte Obama. „Sie ist in der Vergangenheit genau von jenen Insidern der Finanzindustrie kritisiert worden, die wir hart anpacken müssen.“ AP/dpa

Siemens zur Schnäppchenjagd bereit

Berlin - Siemens sieht sich für die Wirtschaftskrise gerüstet und will die Konjunkturflaute zur Schnäppchenjagd nutzen. Vorstandschef Peter Löscher kündigte im Verein der ausländischen Presse in Berlin Zukäufe an. Siemens sei mit sieben Milliarden Euro Barreserven solide ausgestattet und könne investieren. In allen drei Bereichen des Konzerns Industrie, Energie und Medizintechnik – seien Akquisitionen möglich. Vor einem Übernahmeangriff auf Siemens hat Löscher keine Angst, obwohl der Aktienkurs sich seit Jahresbeginn halbiert hat. rtr

Versorger investieren Milliarden

Düsseldorf - Die Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland sieht sich mit ihren geplanten Milliardeninvestitionen als Stütze in der Wirtschaftskrise. „Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Zeiten investiert die Energie- und Wasserwirtschaft in den Jahren 2008 bis 2010 mehr als 56 Milliarden Euro in moderne Kraftwerke, Gasspeicher, Strom-, Gas- sowie Wasser- und Abwassernetze“, teilte der Branchenverband BDEW am Donnerstag mit. Allein die Energieversorger wollten nach 10,7 Milliarden Euro 2008 in den kommenden beiden Jahren rund 26 Milliarden Euro investieren. rtr

Baufirmen dürfen nicht übertreiben

Karlsruhe - Bauherren müssen keine Fantasiepreise zahlen, wenn für ihr Haus unerwartet mehr Material benötigt wird als geplant. Bei extrem überhöhten Preisen kann die Rechnung sittenwidrig sein, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH). In dem Fall ging es um den Streit einer Baufirma mit dem Bund (Az.: VII ZR 201/06). Bei einem Straßenprojekt hatte der Bund deutlich mehr Betonstahl und Stahlmatten benötigt, als zunächst angenommen. Die Firma habe den damaligen Durchschnittspreis für das zusätzliche Material um mehr als das 800- Fache überzogen, befand der BGH. Der Bau wurde so knapp 2,9 Millionen Mark teurer. AFP

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