Wirtschaft : NACHRICHTEN

Datenpanne bei der WestLB

Düsseldorf - Eine Mitarbeiterin der drittgrößten deutschen Landesbank, der WestLB, hat versehentlich eine Datei mit Daten von mehr als 800 Geschäftskunden per Mail an einen unbeteiligten Privatmann verschickt. Ein Sprecher bestätigte einen WDR-Bericht und betonte, es handele sich nicht um brisante Daten wie Kontonummern, sondern um Firmenadressen und Ansprechpartner. Die Mitarbeiterin wollte die Daten über das Internet an sich selbst mailen, um zu Hause daran zu arbeiten. Wegen eines „Buchstabendrehers in der Adresse“ landete die Datei dann bei einem Privatmann bei Köln in seiner elektronischen Post. Der Mann wandte sich an den nordrhein- westfälischen Datenschutzbeauftragten. In Gegenwart eines Datenschützers wurde die Datei inzwischen gelöscht. Die Bank prüfe rechtliche Schritte gegen die Mitarbeiterin, hieß es. dpa

EU Genehmigt Hilfen für BayernLB

Brüssel - Der Freistaat Bayern darf die BayernLB mit einer Finanzspritze von zehn Milliarden Euro retten. Die Beihilfe sei notwendig, um eine schwere Beeinträchtigung der deutschen Wirtschaft zu verhindern, entschied die Kommission am Donnerstag nach einer zweiwöchigen Wettbewerbsprüfung. Die Landesbank soll eine Kapitalerhöhung von zehn Milliarden Euro vom Freistaat erhalten. Die Kommission genehmigte auch eine Risikoabschirmung bei der Bank von 4,8 Milliarden Euro. dpa

BKA lässt Aktienbetrüger auffliegen

Lübeck/Wiesbaden - Die Staatsanwaltschaft Lübeck und das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden ermitteln gegen eine Gruppe mutmaßlicher Betrüger, die Aktienkurse manipuliert haben sollen. Bei Durchsuchungen in mehr als 20 Wohn- und Geschäftshäusern in Norddeutschland und der Schweiz sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Verdächtigen sollen wertlose Unternehmen in weniger streng geregelte Segmente der Deutschen Börse (Open Market und Entry Standard) gebracht und deren Aktienkurse betrügerisch in die Höhe getrieben haben. dpa

Gesunkener Ölpreis entlastet

Berlin - Der Rückgang der Spritpreise lässt einer Studie zufolge den Deutschen zehn Prozent mehr Geld für Weihnachtseinkäufe. Im November und Dezember 2007 hätten die Verbraucher etwa acht Milliarden Euro für Benzin und Diesel ausgegeben, heißt es in einer Studie der Postbank. Inzwischen sind die Preise infolge des Ölpreisverfalls aber deutlich gesunken. Bei einem gleichbleibenden Verbrauch hätten die Bundesbürger in der Weihnachtssaison somit eine Milliarde Euro mehr in der Tasche. rtr

Rückflug muss gültig bleiben

Frankfurt am Main - Treten Reisende einen Hinflug nicht an, kann die Fluglinie sie nicht ohne Weiteres vom Rückflug ausschließen. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt darf eine britische Fluglinie eine entsprechende Klausel in den Geschäftsbedingungen nicht mehr verwenden. Geklagt hatte der Verband der Verbraucherzentralen. Den Verbraucherschützern zufolge verlor das Ticket bisher seine Gültigkeit, wenn nicht alle Flüge in der angegebenen Reihenfolge genutzt werden. (Az: 16 U 76/08) AP

BA und Qantas beenden Gespräche

London/Sydney - Die Fluggesellschaft British Airways (BA) und die australische Qantas Airways haben ihre Gespräche über eine Fusion zu einem Konzern ohne Ergebnis beendet. Ein Zusammenschluss hätte zwar langfristig Vorteile, dennoch sei in wichtigen Fragen keine Einigung erzielt worden, teilten beide Fluggesellschaften mit. Details nannten sie nicht. Die bisherige Zusammenarbeit bei Verbindungen zwischen Großbritannien und Australien im Rahmen der Allianz Oneworld werde fortgesetzt. dpa

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