Wirtschaft : NACHRICHTEN

Ex-Post-Chef Zumwinkehandelt Bewährungsstrafe aus

Düsseldorf - Der wegen Steuerhinterziehung angeklagte Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel (65) muss nicht ins Gefängnis. Wie das „Handelsblatt“ aus Justizkreisen erfuhr, haben Verteidiger und Staatsanwaltschaft sich bereits vor Prozessbeginn auf eine Höchststrafe verständigt. Danach wird die Staatsanwaltschaft maximal zwei Jahre Haft auf Bewährung und eine Geldbuße beantragen. Im Gegenzug soll Zumwinkel ein Geständnis ablegen. Da es keine Gründe für das Gericht gebe, über den Antrag der Anklage hinaus zu gehen und dies unüblich sei, werde Zumwinkel die Haft erspart bleiben, hieß es in den Kreisen. Die zuständige Staatsanwaltschaft Bochum wollte sich nicht äußern. Beim Landgericht Bochum, wo der Prozess am 22. Januar startet, hieß es, man wisse nichts davon. In den Kreisen wird damit gerechnet, dass die Geldbuße im Millionenbereich liegt. Das Gericht sei in den Deal zumindest eingeweiht, heißt es. Dafür spricht, dass das Landgericht nur einen weiteren Verfahrenstermin am 26. Januar anberaumt hat. An diesem Tag soll bereits das Urteil verkündet werden. Zumwinkel soll zwischen 2002 und 2006 rund 970 000 Euro vor dem Fiskus in einer Lichtensteinischen Stiftung versteckt haben. ke/HB

Mindestlohn in der Abfallwirtschaft beträgt 8,02 Euro pro Stunde

Berlin - Arbeitnehmern in der Entsorgungswirtschaft soll künftig ein Stundenlohn von mindestens 8,02 Euro zustehen. Auf diesen Mindestlohn haben sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft am Montag in Berlin geeinigt. Damit sei es gelungen eine Branche einzubeziehen, die weit über 130.,000 Beschäftigte umfasse, sagte Verdi-Vorstand Erhard Ott. Die Vereinbarung soll ab Mai gelten. Profitieren würden vor allem Leiharbeiter, die bislang häufig nur zwischen vier und sieben Euro verdienen würden. emw

Stahlproduktion zum Jahresende um ein Drittel eingebrochen

Wiesbaden - Nach einem drastischen Einbruch beim Auftragseingang ist die Rohstahlproduktion zum Jahresende 2008 um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Mit 2,45 Millionen Tonnen Rohstahl kochten die deutschen Hüttenwerke im Dezember 2008 rund 34,7 Prozent weniger Rohstahl als noch im Vergleichsmonat des Vorjahres, berichtete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden. Die Roheisenproduktion ging sogar um 38 Prozent auf 1,63 Millionen Tonnen zurück. Damit habe sich der im November einsetzende Abwärtstrend zum Jahresende noch einmal verstärkt, so das Bundesamt. Hintergrund des Rückgangs bei den Auftragseingängen ist die Krise bei wichtigen Abnehmern wie etwa der Automobilindustrie. Noch 2007 hatte die Branche auf dem Höhepunkt des Stahlbooms Rekordzahlen geschrieben. dpa

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