Wirtschaft : NACHRICHTEN

Siemens spürt die Wirtschaftskrise



München - Siemens sieht trotz leicht steigender Gewinne die Wirtschaftskrise immer schneller auf sich zukommen. Zwar habe der operative Gewinn im Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal den Vorjahreswert von 1,67 Milliarden Euro überstiegen, geht aus einer Präsentation von Finanzchef Joe Kaeser vor Investoren am Dienstag in New York hervor. „Wir übertreffen mit dem operativen Gewinn deutlich die Werte des ersten als auch die des vierten Quartals 2008“, wird Kaeser zitiert. Der Umsatz liege um rund fünf Prozent über dem Vorjahreswert von 18,4 Milliarden. Doch angesichts schmaler werdender Auftragsbücher stellt sich der Technologiekonzern zunehmend auf die Krise ein. Der Ordereingang sei auf das Niveau des vierten Quartals 2007/08 von 22,2 Milliarden Euro geschrumpft. Kaeser habe daher einen verhaltenen Ausblick gegeben. rtr

Neues Hilfspaket in Großbritannien

London - Die britische Regierung plant für den Finanzsektor ein zweites Hilfspaket in Milliardenhöhe. Dabei will der Staat nach Medienangaben für Kredite an kleine und mittelständische Unternehmen in Höhe von 20 Milliarden Pfund (22 Milliarden Euro) garantieren. Ein Sprecher der Downing Street sagte, ein neues Maßnahmenpaket würde in den nächsten Tagen angekündigt. Damit soll vor allem kleineren Unternehmen Zugang zu Krediten ermöglicht werden. Nach BBC-Informationen plant der Staat, im Gegenzug für eine Gebühr die Banken zum größten Teil gegen faule Kredite abzusichern. Großbritannien hatte bereits im Oktober ein Banken-Rettungspaket von 500 Milliarden Pfund vorgelegt. dpa

EADS bremst Produktion

Filton - Nach einem Rekordjahr 2008 mit der höchsten Airbus-Auslieferung seiner Geschichte tritt EADS im neuen Jahr bei der Produktion auf die Bremse. Das wird auch Arbeitsplätze kosten. Viele Kunden könnten wegen der Finanzkrise ihre bestellten Flugzeuge nicht bezahlen, sagte der Konzernchef des Flugzeugbau- und Rüstungskonzerns, Louis Gallois, am Dienstag im walisischen Filton. EADS müsse in der Finanzkrise alles tun, um Ausgaben zu senken und den Aufbau teurer Lager wie in der Autobranche zu verhindern. „Die Cash-Position hat Vorrang.“ Die wichtigste EADS-Tochter Airbus steigerte 2008 ihre Produktion von 453 auf mehr als 480 Flugzeuge. Wegen der Finanzkrise will der Konzern dennoch die Produktion nicht weiter erhöhen. Die Produktion könne sogar gesenkt werden, sagte Gallois. Dann würden befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. dpa

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