Wirtschaft : NACHRICHTEN

Finanzkrise halbiert stille Reserven der Allianz Leben

München - Infolge der Finanzkrise haben sich beim größten deutschen Lebensversicherer Allianz Leben im vergangenen Jahr die stillen Reserven halbiert. „Bezogen auf das Anlagevermögen, hatten wir zu Beginn des Jahres Reserven von 8,5 Prozent – diese haben sich durch die Entwicklung bei den Aktien im Jahr 2008 in etwa halbiert“, sagte Anlagechef Andreas Gruber der „Zeit“. Versicherer müssen ihre Kunden an stillen Reserven beteiligen. Diese entstehen, wenn Anlagen am Markt mehr wert sind, als sie in den Büchern stehen. Gruber rechne damit, dass die laufende Verzinsung von 4,5 Prozent auch in Zukunft stabil bleibe. AP

Großbritannien eilt Wirtschaft  mit neuem Milliarden-Paket zu Hilfe

London - Die britische Regierung eilt der notleidenden Wirtschaft mit einem neuen Rettungspaket in Milliardenhöhe zur Hilfe. Der Staat garantiert künftig für Kredite an kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Volumen von 20 Milliarden Pfund (22 Milliarden Euro), teilte die Regierung am Mittwoch in London mit. So sollen die Banken endlich wieder Geld verleihen. Opposition und Wirtschaftsexperten kritisierten jedoch, dass die Summe nicht hoch genug sei, um das Kreditgeschäft wieder anzukurbeln. dpa

Fortis Deutschland streicht Geschäft zusammen

Frankfurt am Main - Der niederländisch-belgische Finanzkonzern Fortis streicht sein deutsches Privatkundengeschäft deutlich zusammen. Der Direktvertrieb von Konsumentenkrediten, Kreditkarten und Immobilienfinanzierungen wird mit sofortiger Wirkung eingestellt, teilte das Institut mit. Das kostet 340 von bislang 970 Mitarbeitern der Fortis-Bank in Deutschland den Job. Mit Fortis scheitert ein weiterer ausländischer Anbieter am harten Wettbewerb im deutschen Verbraucherkreditgeschäft. yo (HB)

Neue Aktien von Eckert & Ziegler kosten fünf Euro

Berlin - Die neuen Aktien, die das Berliner Medizintechnikunternehmen Eckert & Ziegler im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgeben will, sollen fünf Euro kosten. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bis zu 628 633 Aktien sollen ausgegeben werden, das könnte dem Unternehmen bis zu 3,1 Millionen Euro an frischem Kapital einbringen. Im Rahmen des Bezugsangebotes können die Aktionäre die neuen Aktien vom 20. Januar bis 3. Februar im Verhältnis fünf zu eins (für je fünf alte Aktien eine neue Aktie) beziehen. Eckert & Ziegler hatte Anfang der Woche angekündigt, dass mit dem frischen Geld der Kauf eines Mitbewerbers zum Teil finanziert werden soll. Um welches Unternehmen es sich dabei handelt, ist unbekannt. Am Mittwochnachmittag notierte die Eckert & Ziegler-Aktie bei 7,00 Euro (minus 7,3 Prozent). ysh

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