Wirtschaft : NACHRICHTEN

Wirtschaftskrise führt zu Klageboom

Seit Ausbruch der Wirtschaftskrise haben die Klagen an den nordrhein-westfälischen Arbeitsgerichten deutlich zugenommen. Die Eingänge seien um 30 bis 50 Prozent gestiegen, sagte der oberste Arbeitsrichter beim Richterbund Nordrhein-Westfalen, Klaus Wessel, der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf. Bei den meisten Klagen gehe es um den Kündigungsschutz von befristet Beschäftigten, Teilzeitkräften und Leiharbeitern. Allein beim Arbeitsgericht Düsseldorf habe es im Dezember 487 solcher Eingänge gegeben. Der Klageboom führt Wessel zufolge zu längeren Bearbeitungszeiten bei den Gerichten. Viele Kläger müssten mittlerweile sechs Wochen auf ihren ersten Termin warten.epd

Kein Schmerzensgeld bei Unfall

Ein Arbeitnehmer hat bei einem Arbeitsunfall grundsätzlich keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Dienstag bekanntgewordenen Urteil. Eine Ausnahme gilt nach dem Richterspruch allenfalls, wenn der Arbeitgeber oder ein Arbeitskollege den Arbeitsunfall vorsätzlich verursacht hat (Urteil vom 16.10.2008 ­ Az.: 10 Sa 412/08). Das Gericht wies damit die Klage eines Verzinkers auf Zahlung von Schmerzensgeld ab. Der Kläger hatte beim Reinigen eines Rohres durch eine Verpuffung die Sehkraft seines rechten Auges ganz verloren. dpa

Vorsicht bei illegaler Musik im Netz

Wer Musik aus dem Internet downloaden möchte, sollte genau aufpassen. Vorsicht ist vor allem bei kostenlosen Musik- und Filmangeboten angebracht, die an anderer Stelle im Netz Geld kosten, warnt der Branchenverband Bitkom. Auch bei Online-Tauschbörsen bestehe die Gefahr, gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Seit Januar 2008 dürfen offensichtlich rechtswidrige Angebote auch nicht mehr für den privaten Gebrauch heruntergeladen werden. Das Mitschneiden und Speichern von Radioprogrammen aus dem Internet ist Bitkom zufolge dagegen weiterhin erlaubt. dpa

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