Wirtschaft : NACHRICHTEN

Deutsche Bank soll an Kirch zahlen

München - Nach der gescheiterten Milliardenklage von Leo Kirch gegen die Deutsche Bank nimmt der Unternehmer einen neuen Anlauf, um seine Schadenersatzforderung zu beziffern. Für den Verlust seines Aktienpakets am Axel-Springer-Verlag, das durch seine Insolvenz 2002 an die Deutsche Bank ging, fordert Kirch nun 879 Millionen Euro, wie ein Firmensprecher der Agentur AP sagte. Ursprünglich hatte Kirchs Kanzlei das Springer-Paket hundert Millionen Euro teurer bewertet, dabei jedoch eine Schlappe erlitten. In der neuen Klage heißt es, die Aktienkurse hätten durch die Finanzkrise ihre Aussagekraft verloren, der geringe Streubesitz der Springer-Aktie führe zudem zu starken Kursschwankungen. Kirch muss aber erst das Gericht überzeugen, dass ein Interview des Ex-Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer seine Pleite mitverschuldete.AP

Größter Aluhütte droht Schließung

Berlin - Die größte Aluminiumhütte Deutschlands steht auf der Kippe. Der Leiter des Hydro-Werks in Neuss, Bernhard Eich, sagte dem „Handelsblatt“, der norwegische Mutterkonzern Norsk Hydro wolle in den kommenden zwei Wochen entscheiden, ob die Produktion weiter gesenkt oder komplett geschlossen werde. Die Branche leidet unter einem Einbruch der Aluminiumpreise und hohen Stromkosten.Hydro hat den Ausstoß bereits um 13 Prozent gesenkt. HB

Kreditzinsen bleiben hoch

Hamburg - Die Zinsen für Verbraucherkredite und überzogene Privatkonten sind bislang kaum gefallen, obgleich die Notenbanken die Zinsen stark gesenkt haben. Das wird so bleiben, erwartet das verbraucherorientierte Institut für Finanzdienstleistungen (IFF) in Hamburg. „Die Banken schränken ihre Kreditvergabe ein; sie verschärfen die Bedingungen und erhöhen ihren Risikopuffer“, sagte IFF-Vizechef Achim Tiffe. „Sie wollen nicht zusätzliche Anreize für Kreditgeschäfte schaffen, die sich möglicherweise als problematisch erweisen. dpa

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