Wirtschaft : NACHRICHTEN

Obama prüft ein „Billionen-Paket“

Washington - Die Regierung von US-Präsident Barack Obama erwägt nach einem Zeitungsbericht ein weiteres Hilfspaket für die Finanzbranche, das einen Umfang von ein bis zwei Billionen Dollar (770 Milliarden bis 1,54 Billionen Euro) erreichen könnte. Wichtigstes Ziel sei dabei, Banken zur Kreditvergabe zu ermutigen und die Rückkehr von Privatkapital in die Geldhäuser, berichtete das „Wall Street Journal“. Erwogen werde auch eine sogenannte „Bad Bank“, die den Banken faule Kredite und problematische Wertpapiere abkauft. Derweil billigte das Repräsentantenhaus Obamas 819 Milliarden Dollar (627 Milliarden Euro) umfassende Konjunkturpaket. Obamas Hoffnung auf eine überparteiliche Mehrheit erfüllte sich nicht, die Republikaner votierten geschlossen dagegen. dpa/AFP

Weniger Kredite vergeben

Frankfurt am Main - Die Rezession hat erstmals zu einem monatlichen Rückgang der Kredite an Unternehmen und Haushalte seit Bestehen der europäischen Währungsunion geführt. Die Europäische Zentralbank teilte mit, die von den Banken ausgereichte Kreditsumme sei im Dezember im Monatsvergleich um 47 Milliarden Euro (0,4 Prozent) gesunken. Ob diese Entwicklung auf eine Kreditverknappung der Banken, also eine Kreditklemme, zurückzuführen ist oder durch eine sinkende Nachfrage nach Kredit ist unter Experten umstritten. Deutsche Firmen haben laut einer Umfrage des Ifo-Instituts keine Verschärfung ihrer Finanzierungssituation gespürt. rtr

HRE-Chef: Brauchen dringend Hilfe

München - Der Chef des angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate, Axel Wieandt, hat einen schnellen Einstieg des Bundes bei der Bank gefordert: „Die Hypo Real Estate hat nur mit Unterstützung des Bundes eine positive Zukunft“, sagte Wieandt der „Süddeutschen Zeitung“. „Wir haben immer gesagt, dass Eigenkapitalhilfen nötig sind, um die Fortführung der Bank zu ermöglichen.“ Ein Zusammenbruch der Bank bringe hohe Risiken für das deutsche Finanzsystem mit sich. dpa

Telekom verliert Millionen Kunden

Berlin - Der Deutschen Telekom laufen die Kunden weiterhin in Scharen davon. Im Jahr 2008 kündigten 2,5 Millionen ihren Anschluss. Seit dem Jahr 2003 sank die Zahl der Festnetzanschlüsse damit um fast neun Millionen. Derzeit kommt die Telekom noch auf 28,6 Millionen Kunden. Grund für die Verluste seien der harte Wettbewerb, die Regulierung und die Tatsache, dass immer mehr Kunden über das Internet telefonieren. Erfolgreich ist die Telekom dagegen bei der Vermarktung von Internetanschlüssen. 1,6 Millionen DSL-Kunden kamen hinzu. Mit insgesamt 10,6 Millionen DSL-Kunden kommt die Telekom auf einen Marktanteil von 46 Prozent. Marktführer ist sie auch im Mobilfunk mit 39,1 Millionen Kunden (plus 8,8 Prozent). vis

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