Wirtschaft : NACHRICHTEN

rtr

Kurzarbeit in drei Siemens-Werken

Berlin - Der Elektrokonzern Siemens hat nach dpa-Informationen Kurzarbeit für die beiden Standorte Cham und Amberg vereinbart. Die Regelung solle ab Februar an gelten, hieß es. Zudem seien am Siemens-Standort Bad Neustadt an der Saale bereits rund 80 der 2200 Beschäftigten in Kurzarbeit. Genaue Zahlen und Details waren nicht zu erhalten. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. Siemens-Chef Peter Löscher hatte auf der Hauptversammlung am Dienstag Gespräche über Kurzarbeit an einzelnen Standorten bestätigt. dpa

Großhandel mit starkem Umsatzplus

Berlin - Die deutschen Großhändler haben 2008 der Rezession getrotzt und den stärksten Umsatzzuwachs seit mindestens 13 Jahren erzielt. Die Einnahmen stiegen um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war bereits das sechste Jahr in Folge mit einem Umsatzzuwachs. Ein größeres Plus hat es seit Einführung dieser Statistik 1995 noch nicht gegeben. Preisbereinigt (real) stiegen die Erlöse um drei Prozent. Für 2009 rechnet der Branchenverband BGA wegen des schwachen Auslandsgeschäfts allerdings mit einem Umsatzminus von vier Prozent. rtr

Ende März droht Qimonda das Aus

Dresden - Der Insolvenzverwalter des Chip-Herstellers Qimonda sieht nur noch bis Ende März die Chance auf eine Rettung des Werks in Dresden. „Wenn bis Ende März keine Lösung gefunden ist, werden eine Schließung und damit einhergehende Folgeschäden kaum mehr zu vermeiden sein“, sagte Michael Jaffé der „Sächsischen Zeitung“ zufolge. Nur bis zu diesem Zeitpunkt werde noch Insolvenzgeld gezahlt. Eine Fortführung von Qimonda in der Insolvenz unter Vollkosten komme wegen der Verluste, aber auch der nötigen Investitionen in Forschung und Entwicklung nicht infrage. AP

Regierung hält an VW-Gesetz fest

Berlin - Die Bundesregierung will sich nur vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu einer neuerlichen Änderung des reformierten VW-Gesetzes bewegen lassen. „Sollte der EuGH feststellen, dass die bisherige Umsetzung nicht ausreichend ist, ist Deutschland selbstverständlich bereit, sofort die erforderliche Grundgesetzänderung vorzunehmen“, erklärte das Justizministerium. Die EU-Kommission hatte ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, weil sie die Änderung des VW-Gesetzes für unzureichend hielt. rtr

VCD fordert größere Umweltzonen

Berlin - Der Verkehrsclub Deutschland hat den Bund aufgefordert, Maßnahmen zur Verringerung von Feinstaub durchsetzen. Dazu gehöre die Ausweitung der Umweltzonen sowie der Einsatz von Partikelfiltern in Nutzfahrzeugen. Hintergrund ist, dass die EU-Kommission am Donnerstag ein Vertragsverletzungsverfahren wegen zu hoher Feinstaubwerte gegen Deutschland eingeleitet hat. 2008 hätten elf Städte den Grenzwert für Feinstaub häufiger überschritten als erlaubt. Nach diesen Vorschriften darf die Luft nicht häufiger als 35 Mal im Jahr binnen 24 Stunden mit mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub belastet werden. Tsp

Exxon Mobil mit Rekordgewinn

Houston - Der weltgrößte Ölkonzern Exxon Mobil hat im vergangenen Jahr den höchsten Gewinn eines US-Unternehmens aller Zeiten erzielt. Der Überschuss von 45,22 Milliarden Dollar (35,28 Milliarden Euro) fiel noch einmal elf Prozent höher aus als Exxons alter Rekord aus dem Vorjahr. Wegen der inzwischen stark gefallenen Ölpreise verbuchte der Konzern im vierten Quartal allerdings einen Gewinneinbruch. Der Überschuss fiel im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 7,8 Milliarden Dollar, wie Exxon Mobil am Freitag am Sitz in Houston (Texas) mitteilte. dpa

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