Wirtschaft : NACHRICHTEN

Deutsche Bank kürzt Zulagen der Investmentbanker

Frankfurt/Main - Angesichts der Finanzkrise müssen sich die Investmentbanker der Deutschen Bank auf einen durchschnittlichen Rückgang ihrer Bonuszahlungen um rund 60 Prozent einstellen. Allerdings würden die Abschläge von Bereich zu Bereich unterschiedlich ausfallen, wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise berichtet. „Im Devisen- und Rohstoffhandel ist es auch 2008 relativ gut gelaufen, im Aktiengeschäft dagegen nicht“, sagte gestern ein Investmentbanker. Auch das klassische Investment-Banking – etwa in der Übernahmeberatung – habe die Flaute noch ganz gut wegstecken können. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern. Am Donnerstag wird die Bank anlässlich der Bilanzpressekonferenz zur Lage des Instituts weitere Einzelheiten nennen. HB

Schaeffler-Betriebsrat bittet Staat um Hilfe

Herzogenaurach - Der hoch verschuldete Schaeffler-Konzern kann seine finanzielle Notlage nach Einschätzung des Betriebsrats nur mit staatlicher Hilfe bewältigen. „Nach unserem Eindruck ist diese Schieflage aus eigener Kraft nicht zu meistern“, schrieben die Arbeitnehmervertreter am Montag in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU), Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU). Sie baten die Politiker, „den Einsatz von Staatshilfen positiv zu prüfen“. Die Schaeffler-Gruppe will für die meisten der 25 deutschen Standorte Kurzarbeit anmelden, wie ein Sprecher am Montag sagte. Die 31 000 Mitarbeiter sollen an diesem Dienstag auf Betriebsversammlungen über die Pläne informiert werden. dpa/rtr

Drastischer Auftragseinbruch bei den deutschen Werften

Hamburg - Die Wirtschaftskrise hat zu einem drastischen Auftragseinbruch bei den deutschen Werften geführt. 2008 seien die Auftragseingänge auf 46 Bestellungen im Wert von 2,9 Milliarden Euro und damit auf den niedrigsten Stand seit 2001 gefallen, teilte der Verband für Schiffbau und Meerestechnik am Montag in Hamburg mit. Darüber hinaus wurden 29 Aufträge wieder storniert. Der Auftragsbestand zum Jahresende entwickelte sich damit zum ersten Mal seit sieben Jahren rückläufig. Die Bestellungen liegen nach 239 im Vorjahr jetzt nur noch bei 172. Vier Werften hatten 2008 bereits Insolvenz angemeldet. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben