Wirtschaft : NACHRICHTEN

HSH Nordbank streicht Boni ganz

Berlin/Frankfurt am Main - Die HSH Nordbank lässt als erste deutsche Bank die Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter für das Jahr 2008 komplett ausfallen. Darüber informierte der Vorstand die Belegschaft am 13. Januar in einem Mitarbeiterbrief. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre erhielten die rund 4750 Mitarbeiter der Landesbank einen Bonus in Höhe von etwa 24 Prozent ihres Jahresgehalts. Bisher zeichnen sich in vielen Banken zwar drastische Kürzungen bei den Boni ab, aber keine kompletten Streichungen. Die HSH Nordbank muss für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu zwei Milliarden Euro rechnen, schätzen Experten. fmd/yo (HB)

Entschädigung für Lehman-Anleger

Berlin - Die Entschädigung der deutschen Kunden der US-Pleite-Bank Lehman Brothers hat begonnen. Beim Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken sei am Mittwoch der Versand von Informationsbriefen an die geschädigten Anleger angelaufen, teilte der Bundesverband deutscher Banken mit. Geschützt seien alle Kundeneinlagen und Sparbriefe. Die maximale Obergrenze für Entschädigungszahlungen liege bei 285,1 Millionen Euro je Anleger. Anlegerschützern zufolge handelt es sich bei den deutschen Lehman-Kunden vorwiegend um Großkunden aus dem Finanzbereich und der Wirtschaft. Nicht unter den Schutz fallen Zertifikate der US-Bank, die an Privatanleger verkauft wurden. AFP

Philip Morris steigert Gewinn

New York - Der Marlboro-Konzern Philip Morris International hat nach der Abspaltung vom US-Tabakkonzern Altria deutlich mehr verdient. Der Gewinn stieg 2008 dank guter Geschäfte besonders in Osteuropa und in Schwellenländern um 14 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro). Der Umsatz wuchs um 15 Prozent auf 63,6 Milliarden Dollar. Altria hatte vor knapp einem Jahr das Geschäft außerhalb der USA in die Philip Morris International mit Sitz in Lausanne überführt. dpa

Frauen putzen zu viel

Berlin - Frauen verdienen weniger als Männer – auch weil sie zu viel putzen. Seit Jahren liegt ihr Einkommen durchschnittlich um ein Fünftel unter dem der Männer. Neben altbekannten Gründen wie unterschiedlicher Qualifikation, Berufswahl und einer häufigeren Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt zeigt eine Studie des DIW Berlin, dass offenbar auch das Ausmaß der Hausarbeit eine Rolle spielt. Männer arbeiteten nach wie vor weniger im Haushalt als Frauen. „Außerdem landet häufig der Teil der Hausarbeit, der am wenigsten Flexibilität für den Job erlaubt, bei Frauen“, sagt die DIW-Arbeitsmarktexpertin Silke Anger. Hausarbeit beanspruche Zeit und Energie. Daher verdienten voll berufstätige Frauen ohne Hausarbeit rund ein Viertel mehr als Frauen mit täglich zwei Arbeitsstunden im Haushalt. vis

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